Überfüllte Container, Altkleider, Säcke und Schuhe, die achtlos daneben der Witterung ausgesetzt sind: Die Altkleidermenge hat in der Region während der vergangenen acht Wochen erheblich zugenommen.

Die Lager sind voll – die Grenzen zu

„Da die Grenzen, insbesondere nach Osteuropa, noch immer geschlossen sind, bestehen für die Altkleidersammler weiterhin erhebliche Schwierigkeiten, Altkleider in die Verwertungsanlagen zu liefern. Das aktuelle Überangebot von Altkleidern lässt die Lager der Sammler überquellen“, informiert das Landratsamt Waldshut über die aktuelle Situation.

Doch es ist nicht nur die große Menge ausrangierter Kleidungsstücke, sondern auch deren schlechte Qualität, die den Sammlern zu schaffen macht: „Bereits vor der Corona-Pandemie fanden sich in und neben den Altkleidercontainern eine erhebliche Menge an Altkleidern, die nicht mehr verwertet werden können, da sie verschmutzt, verfärbt, zerrissen, löchrig oder durchgescheuert sind“, so das Landratsamt in einer Mitteilung.

Darum weisen die Verantwortlichen des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft nun darauf hin, dass Altkleider mit den genannten Defekten im Restmüll entsorgt werden sollen und nicht in die Altkleidercontainer eingeworfen werden dürfen. So weit möglich sollten die Bürger derzeit darauf verzichten, Altkleider in den Containern zu entsorgen und gut erhaltene Bekleidung zu Hause lagern, bis sich die Situation entspannt habe.

Das empfiehlt der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft zu Altkleiderspenden

Abfälle zwischen Altkleidern

Das Problem der überfüllten und falsch befüllten Container ist nicht neu. Bereits Ende März informierte das Deutsche Roten Kreuzes (DRK), Kreisverband Waldshut, über Schwierigkeiten bei den Textilspenden.

In den Altkleider-Containern des Deutschen Roten Kreuzes landen immer wieder Dinge, die da nicht hinein gehören.
In den Altkleider-Containern des Deutschen Roten Kreuzes landen immer wieder Dinge, die da nicht hinein gehören. | Bild: Schlichter; Juliane

Große Mengen an Altkleidersäcken, aber auch Abfälle, die dort verbotenerweise eingeworfen wurden, stellten die Mitarbeiter der Partnerfirma Terec, die mit der Leerung der Altkleidercontainer beauftragt ist, vor Probleme: Neben Textilspenden mussten auch Hygieneabfälle, Papier, Kartonagen, Haushaltsmüll und sonstiger Unrat von Hand aus den Containern gefischt werden.

Kleiderspende besser verschieben

Überfüllte Container sind auch beim DRK-Kreisverband Säckingen ein Problem: „Leider sind die Sammelcontainer fast überall überfüllt, da diese auf Grund der Corona-Pandemie derzeit nicht regelmäßig in der bisher üblichen Frequenz geleert werden können. Auch die Annahmekapazitäten der DRK-Kleiderläden sind nach Wochen der Schließung im Moment noch eingeschränkt“, schreibt das DRK auf seiner Homepage und bittet die Bevölkerung, aussortierte Kleidungsstücke erst einmal auf dem Dachboden oder im trockenen Keller zu lagern und die Kleiderspende auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Die Empfehlung: „Für verschmutzte oder zerrissene Textilien gilt: Diese bitte im Restmüll entsorgen und nicht in Altkleidercontainern.“

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