Am Klinikum Hochrhein wird – Stand Freitag, 8. Mai – noch ein Patient mit einer Corona-Infektion behandelt. Darüber informierte das Klinikum am Freitag in einer Pressemitteilung. Diese „erfreuliche Ausgangslage“ spiegele auch die Situation im Landkreis Waldshut wider, heißt es weiter. Vom 1. bis 6. Mai wurde keine Neuinfektion gemeldet, am Donnerstag, 8. Mai, informierte das Landratsamt Waldshut über einen weiteren Corona-Fall, am gestrigen Freitag wurde keine Neuinfektion gemeldet. Stand Freitag, 8. Mai, gibt es im Landkreis Waldshut 308 bestätigte Corona-Fälle, davon sind 252 Personen genesen.

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„Wir sind sehr froh, dass wir die erste Welle im Grunde entspannt überstanden haben. Viele Mitarbeiter haben mit großem Engagement die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass wir gut vorbereitet waren: Einkauf, Technik, Reinigungskräfte, Hygiene und viele mehr haben eine großartige Arbeit geleistet.“
Hans-Peter Schlaudt, Geschäftsführer der Klinikum Hochrhein GmbH

Wie das Klinikum mitteilt, wurden bis Freitag, 8. Mai, 55 Covid-19-infizierte Patienten behandelt, davon wurden acht beatmet oder intensivmedizinisch versorgt. „Leider konnten trotz Beatmung 16 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 84 Jahren nicht gerettet werden, wobei die Covid-19-Infektion nicht in jedem Fall die eigentliche Todesursache darstellte“, heißt es in der Mitteilung weiter. Das Durchschnittsalter aller beatmeten Patienten betrug 75 Jahre. 60 Prozent aller Patienten waren älter als 70 Jahre. Alle beatmungspflichtigen Patienten hätten mehrere schwere Begleiterkrankungen gehabt.

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Aufgrund der positiven Entwicklungen habe das Klinikum entschieden, zum Regelbetrieb zurückzukehren. Unter Einhaltung der verschärften Hygienemaßnahmen werden in erster Instanz wieder Sprechstunden abgehalten sowie geplante Operationen ausgeführt. Darunter fallen laut Mitteilung auch Eingriffe, die aufgrund der Corona-Krise verschoben wurden. Es finden bis auf Weiteres keine Veranstaltungen statt. Auch das Besuchsverbot bleibt bestehen, davon ausgenommen sei eine Begleitperson zur Geburt.

Antikörpertest für Beschäftigte

In der vergangenen Woche gab es für die Belegschaft des Klinikums einen freiwilligen Antikörpertest. Bislang wurden rund 330 Mitarbeiter getestet. „Der Test erfolgte auf freiwilliger Basis, aber der Andrang war riesig. Begleitend haben wir die Getesteten einen anonymen Fragebogen ausfüllen lassen, der uns weitere Erkenntnisse liefern soll“, so Klinikgeschäftsführer Hans-Peter Schlaudt. Von den rund 330 getesteten verfügten bereits 14 über Antikörper – dies entspreche 4,28 Prozent der getesteten Mitarbeiter. „Für unsere Patienten ist auch dies ein wichtiger Punkt, denn die Gefahr, sich in unserem Haus anzustecken, ist somit äußerst gering“, so Schlaudt.

„Es ist wichtig, dass Patienten, die an Symptomen welcher Natur auch immer leiden, wieder Vertrauen in die Krankenhäuser bekommen und diese auch aufsuchen.“ Hans-Peter Schlaudt, Geschäftsführer des Klinikums Hochrhein.
„Es ist wichtig, dass Patienten, die an Symptomen welcher Natur auch immer leiden, wieder Vertrauen in die Krankenhäuser bekommen und diese auch aufsuchen.“ Hans-Peter Schlaudt, Geschäftsführer des Klinikums Hochrhein. | Bild: Klinikum Hochrhein

Gleichzeitig richtet er einen Appell an die Bürger: „Es ist wichtig, dass Patienten, die an Symptomen welcher Natur auch immer leiden, wieder Vertrauen in die Krankenhäuser bekommen und diese auch aufsuchen. Das Risiko, durch den vermiedenen Klinikbesuch dauerhafte und gravierende Nachteile zu bekommen, ist inzwischen höher, als sich im Klinikum mit Covid-19 zu infizieren“, so Schlaudt abschließend.

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