Eine hoffnungsvolle Zwischenbilanz im Kampf gegen Corona zogen vor dem Kreistag Landrat Martin Kistler und seine Mitstreiter für den Landkreis. Laut Kistler sind die Lockerungen der Einschränkungen „vertretbar und für den sozialen Frieden auch notwendig“. Just am Sitzungstag meldete Spital-Geschäftsführer Hans-Peter Schlaudt nach einer langen Zeit ohne Todesfall auch die Verlegung des letzten Covid-16-Patienten von der Intensiv- auf die Normalstation im Klinikum Hochrhein.

Der Sachstand in der Corona-Pandemie

Wegen der Corona-Pandemie tagten die 50 Kreisräte weiträumig verteilt in der Gemeindehalle Unterlauchringen. Auftakt der Maßnahmen gegen die Krankheit war die Beschaffung der Schutzausrüstung für Krankenhäuser, Heime, Arztpraxen, Hilfsorganisationen und andere im Kreisgebiet. Ein wesentlicher Teil der rund zehn Millionen Euro, mit denen der Kreis in Vorleistung tritt. Gesundheits-Dezernentin Corinna Schweizer hält diesen ersten Schritt, bei dem die Mitglieder des Krisenstabes auch private Kontakte zu Herstellern im asiatischen Raum nutzten, für einen entscheidenden Faktor im Kampf gegen das Virus: „Die frühe Ausstattung der Heime mit Schutzausrüstungen hat Wirkung gezeigt.“

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An einem Thema arbeitet die Leitung des 50-köpfigen Corona-Stabes der Kreisbehörde bisher vergebens. Ein „Ersatzpflegeheim“, das Covid-19-Kranke aufnimmt, wenn die pflegenden Angehörigen zu Hause ausfallen, fehlt weiterhin. Gesucht sind leer stehende, aber funktionstüchtige Pflegeeinrichtungen, in denen die Patienten längere Zeit isoliert werden können.

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Auf dem Weg zurück zum Normalbetrieb ist das Klinikum Hochrhein, dessen Geschäftsführer Hans-Peter Schlaudt die Zusammenarbeit mit anderen Kliniken und Heimen würdigte. Das ehemalige Kreiskrankenhaus in Stühlingen, das jetzt zum Hegau-Bodensee-Klinikverbund gehört, ist nicht in die Corona-Patientenversorgung des Kreises integriert, erfuhr Kreisrat Erhard Graunke (FDP) auf Anfrage.

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Hoffnungsvoll nach unten entwickelt sich im Kreis die Zahl der Infizierten, wohl auch weil das Infektionsgeschehen am Hochrhein nicht sehr intensiv war. Die freiwilligen Tests der Mitarbeiter im Haus brachten bei 489 Getesteten 19 positive Befunde, verteilt über alle Abteilungen. Auf der isolierten Station gebe es „keine erhöhte Infektionsrate“, so Schlaudt, ein Hinweis auf sorgfältigen Umgang mit dem Problem.

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Corona wird auf den Landkreis auch handfeste finanzielle Auswirkungen haben. Für konkrete Prognosen ist es laut Finanzdezernent Michael Hajden zu früh. Er geht aber davon aus, dass der Landkreis die Millionen von Bund, Land und den unterstützten Einrichtungen voll erstattet bekommt. Die Kreisräte nahmen die Berichte ohne Diskussion zur Kenntnis. Harald Würtenberger (Freie Wähler) dankte der Sprecherin des 50-köpfigen Stabes, Carmen-Denise Sigg, für ihre Arbeit.

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