An der Rheinbrücke zwischen Waldshut und Koblenz/Schweiz, die täglich von zahlreichen Grenzgängern passiert wird, gehören bei den Kontrollbeamten Mund- Nasenschutz sowie Handschuhe mittlerweile zum gewohnten Erscheinungsbild. Doch das war nicht immer so. In den ersten Wochen nach der Grenzschließung wegen der Corona-Pandemie waren die Bundespolizisten und Zöllner noch ohne die Ansteckungsvorkehrungen im Einsatz.

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„Grundsätzlich richtet sich die Bundespolizei nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.“ Dies sagte zum Thema Virenschutz auf Anfrage dieser Zeitung Katharina Keßler, Sprecherin der auch für den Kreis Waldshut zuständigen Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein. „Wenn der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, sind die Kollegen angewiesen, einen Mund-Nasenschutz zu tragen“, erläutert sie.

Diese Regelung gelte seit 27. April parallel zu den Vorschriften, die seit diesem Zeitpunkt in
Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr die Alltagsmasken vorschreiben. Wenn Dokumente näher geprüft und dazu angefasst werden müssen, würden Handschuhe getragen. Diese hätten im Übrigen schon vor
Corona-Zeiten zur Ausrüstung der Grenzbeamten gehört, beispielsweise für Durchsuchungen. Der Schutz vor einer möglichen Ansteckung liege schon im Eigeninteresse der Bundespolizisten, betont Katharina Keßler: „Die Beamten wollen ja auch gesund bleiben.“

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Der Zoll, sonst für den Warenverkehr zuständig, ist seit der Grenzschließung auch in die Personenkontrollen einbezogen. „Wir haben die entsprechende Schutzausrüstung“, sagt Mark Efler, Sprecher des Hauptzollamts Singen. Auch hier gibt es seit Ende April eine spezielle Dienstanweisung: „Immer dann, wenn wir den Mindestabstand nicht einhalten können, sind Maske und Handschuhe zu tragen.“

Irritationen bei Reisenden

In den ersten Wochen nach der Grenzschließung, das konnte seinerzeit an der Rheinbrücke beobachtet werden, waren die Kontrollbeamten noch ohne Virenschutz im Einsatz. Dies hatte teilweise zu Irritationen bei Reisenden geführt. Eine Frau aus dem Kreis Waldshut, die zum Arbeiten täglich in die Schweiz und zurück fährt, meinte am 22. April in einer Zuschrift an diese Zeitung unter anderem: „Am Zoll in Waldshut-Tiengen beachten die Grenzbeamten das Abstandsgebot absolut nicht und kommen einem sehr nah, um Dokumente entgegen zu nehmen. Es wird nicht einmal auf das Sprechen in dem Moment verzichtet, wenn sie einem bis auf wenige Zentimeter nah kommen. Es werden keine Masken getragen.“

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