Seit Mittwochnachmittag ist die A98 zwischen den Anschlussstellen Lörrach-Ost und Rheinfelden-Mitte gesperrt. Dabei bleibt es voraussichtlich bis Mitte Oktober, wie das Regierungspräsidium Freiburg (RP) mitteilt. Grund sind Setzungen des Erdreichs unter den westlichen Widerlagern der beiden Überbauten der Dultenaugrabenbrücke.

Was war passiert?

Die ersten erkennbaren Setzungen seien bereits vor längerer Zeit festgestellt worden, heißt es aus dem RP. Dies habe die Straßenbaubehörde veranlasst, eine Sanierung des sogenannten Böschungskegels (die Dammschüttung unter den Widerlagern der Brücke) zu beauftragen. Bei der Ausführung dieser Arbeiten hätten sich die Setzungen unerwartet beschleunigt, sodass die Baustelle am Mittwoch vorläufig eingestellt wurde.

Was wird nun unternommen?

Eine kurzfristig einberufene Expertenrunde aus Bauingenieuren und Geologen habe daraufhin am Donnerstag, 1. Oktober, das weitere Vorgehen festgelegt. In einem ersten Schritt wurden zwei unabhängig voneinander arbeitende Vermessungssysteme installiert, die im Viertelstundenrhythmus Verformungen und Setzungen erfassen können. Eines dieser Systeme wird vom Technischen Hilfswerk (Ortsgruppe Opfingen bei Tübingen) eingesetzt. Auf Grundlage der Messergebnisse sollen dann die weiteren Arbeitsschritte für die nächsten Wochen und die gesamte Sanierung festgelegt werden.

Wie wird der Verkehr umgeleitet?

Bis eine erste Stabilisierung erreicht ist, muss der Verkehr aus Richtung Weil über die B 316 und Degerfelden umgeleitet werden. Eine Umlegung des Verkehrs auf die zweite Dultenaugrabenbrücke (Gegenfahrbahn) sei nicht möglich, da hier keine zusätzlichen Lasten aufgebracht werden sollen, heißt es aus dem RP.

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