Vor 25 Jahren

Waldshut – "Landgerichtspräsident Jürgen Klein hat seine auf der FWV-Liste angekündigte Kandidatur für den neuen Kreistag zurückgezogen", berichtete der Alb-Bote am 23. April 1994. "Er reagierte damit auf eine Kritik des Waldshuter CDU-Landtagsabgeordneten Peter Straub. Diese war in die saloppe Bemerkung gekleidet, einige Juristen in Waldshut als kleinstem Landgerichtsbezirk in Baden würden sich wohl ,unausgelastet' fühlen und deshalb in die Kommunalpolitik streben. Straubs Äußerung fiel beim Besuch des baden-württembergischen Justizministers Thomas Schäuble, der bestätigte, dass der Landgerichtsbezirk Waldshut erhalten bleibe. Nicht auszuschließen sei, so Klein in seiner Verzichtserklärung, dass Straub mit seiner Bemerkung auch einen Kollegen meinte, der ebenfalls für den Kreistag kandidiere, ganz sicher aber habe Straub auch seine Kandidatur im Auge gehabt. Um Schaden von der Justiz abzuwenden und nicht den unberechtigten Eindruck aufkommen zu lassen, Justizangehörige seien nicht ausgelastet, zog Klein seine Kandidatur zurück."

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Kreis Waldshut – "Entgegen Plänen des TÜV sollen auch künftig Fahrschulprüfungen in Jestetten und Bonndorf stattfinden", berichtete der Alb-Bote am 30. April 1994. "Darauf wiesen MdB Werner Dörflinger (CDU) und MdL Dieter Puchta (SPD) hin. Der TÜV, der Mitarbeiter für die Abnahme von Fahrschulprüfungen stellt, hatte geplant, in Jestetten und Bonndorf keine Termine mehr zu übernehmen. Fahrschüler der beiden Gemeinden hätten ihre Prüfung in Waldshut ablegen müssen. Dagegen protestierte Dörflinger erfolgreich in einem Brief an den Stuttgarter Verkehrsminister Hermann Schaufler. Abgesehen von einem weiteren Ausbluten des ländlichen Raums, so der Abgeordnete, würde auch die Existenz der Fahrschulen in Jestetten und Bonndorf aufs Spiel gesetzt. Jetzt hat der Verkehrsminister den TÜV angewiesen, an Jestetten und Bonndorf festzuhalten."

Vor 50 Jahren

Bohlhof – Der für 19./20. April 1969 geplante traditionelle Flugtag auf dem Bohlhof bei Schwerzen musste kurz vor Beginn wegen eines Schlechtwettereinbruchs abgesagt werden. Bei Temperaturen unter zehn Grad plus konnte der Veranstalter, die Segelfluggemeinschaft Bohlhof, den Zuschauern nicht zumuten, stundenlang in der Kälte auszuharren. Die meisten der als Flugtagakteure eingeladenen Flieger konnten noch rechtzeitig verständigt werden.

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Vor 75 Jahren

Waldshut – "In einer öffentlichen Feierstunde findet am 25. April 1944 im Kornhaussaal die Amtseinführung von Bürgermeister August Birkenmeier statt", berichtete der Alb-Bote. Die Bevölkerung der Stadt Waldshut ist hierzu herzlich eingeladen." Birkenmeier war Nachfolger des 1941 verstorbenen Bürgermeisters Wild (1932 bis 1941) und bereits 1942 kommissarischer Bürgermeister geworden. Er stammte aus Au bei Freiburg und hatte beim Frankreichfeldzug einen Arm verloren. Nach Kriegsende machte Birkenmeier sich im Baustoffhandel selbstständig.

Vor 100 Jahren

Hotzenwald – "Auch hier oben auf dem Hotzenwald soll der 1. Mai als Nationalfeiertag festlich begangen werden", berichtete der Alb-Bote am 29. April 1919 und lud zu einem großen Ausflug von Hottingen nach Oberwihl mit Musik und Unterhaltung ein. Der 1. Mai war zwar ein "Tag der Arbeit", doch dieser erste weltliche Feiertag nach Ende des 1. Weltkriegs wurde als ein "Nationalfeiertag" gegen die schwer zu ertragenden Auflagen verstanden, welche die Siegermächte als Friedensbedingungen Deutschland auferlegten. Die Feiertagsregelung galt nur für den 1. Mai 1919, gesetzlicher Feiertag in Deutschland ist der 1. Mai erst seit dem Jahr 1933.