Infektionskrankheiten sind am Klinikum Hochrhein in Waldshut keine Ausnahme. Immer wieder kommt es beispielsweise zu Fällen von Grippe (Influenza). „Hier gibt es bei den Sicherheitsmaßnahmen, die getroffen werden müssen, keine Unterschiede zu Corona-Infektionen, sollten solche bei uns am Hochrhein auftreten“, erklärt Dr. Stefan Kortüm, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme. Wichtig sei die Isolation von Menschen mit konkretem Verdacht einer Infektion und – sollte sich der Verdacht bestätigen – von Erkrankten.

Es gebe bei allen Infektionskrankheiten im Klinikum Hochrhein feste Ablaufpläne, eine enge Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt, und einen Maßnahmenkatalog, der neben der Behandlung des Patienten auch den Schutz des Umfeldes und des Personals umfasst, erklärt Kortüm.

Ein Isolierzimmer in der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Hochrhein in Waldshut. Ein Hinweisschild wird an der Tür angebracht, wenn der Raum belegt ist.
Ein Isolierzimmer in der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Hochrhein in Waldshut. Ein Hinweisschild wird an der Tür angebracht, wenn der Raum belegt ist. | Bild: Olheide, Monika

Er gibt ein Beispiel: An der Anmeldung der Zentralen Notaufnahme muss jeder Patient, der Erkältungs- oder Grippesymptome zeigt, zunächst einen Mundschutz anlegen. „Diese Sicherheitsmaßnahme gilt allerdings grundsätzlich und ist nicht der Sorge um das Coronavirus geschuldet“, erklärt Chefarzt Kortüm. „Dass es aber auch am Hochrhein zu einzelnen Corona-Fällen kommen kann, ist uns bewusst. Ob es allerdings hier zu einem Ausbruch der Krankheit wie in Italien kommt, ist nicht absehbar.“

„Das Corona-Virus ist dem Influenza-Virus nicht unähnlich, zumindest nach allem, was wir derzeit wissen“, sagt der Chefarzt. So seien die Symptome ähnlich und die Gefahr sei – ebenso wie bei der Grippe – für Risikogruppen, also alte und vorerkrankte Menschen, sowie kleine Kinder, größer.

Sechs bis 24 Stunden bis zum Testergebnis

Beim Test auf Corona-Viren erfolgt – ebenso wie der Test auf Grippeviren – ein Schleimhautabstrich aus dem Nasen-, Mund- und Rachenraum. „Dieses Material senden wir dann an das virologische Labor nach Freiburg und haben innerhalb von sechs bis 24 Stunden das Ergebnis“, erklärt Kortüm. Die Untersuchung auf Influenzaviren kann direkt vor Ort im Labor der Klinik erfolgen und dauert etwa eine Stunde. „Dieser Test gehört zum Standard bei bestimmten Krankheitsbildern“, so Kortüm.

In den vergangenen Wochen sei am Klinikum Hochrhein in einem Fall ein Corona-Test veranlasst worden. „Es handelte sich allerdings nicht um einen typischen Verdachtsfall, wir wollten vielmehr ganz auf Nummer sicher gehen“, sagt der Chefarzt.

Bis das Ergebnis aus Freiburg vorliege, werde der Patient dann direkt in der Zentralen Notaufnahme des Klinikums isoliert untergebracht und betreut. „Dort haben wir entsprechende Räume, die die Anforderungen erfüllen“, so der Chefarzt. Ebenso bestünden auf den Stationen und auch auf der Intensivstation räumliche Möglichkeiten, Patienten isoliert von anderen zu behandeln.

Das könnte Sie auch interessieren