Für den Tourismus im Hotzenwald ging das Jahr 2019 mit einem kräftigen Einbruch einher. Diese Bilanz zog Nicola Vonhof, Geschäftsführerin der Hotzenwald Tourismus GmbH, bei der jüngsten Gemeinderatssitzung am Montag in Görwihl. Im Schnitt verzeichneten demnach die drei Gemeinden Herrischried, Görwihl und Rickenbach insgesamt fast fünf Prozent weniger Übernachtungen und nahezu drei Prozent weniger Gästeankünfte.

Den größten Rückgang bei den Übernachtungen hatte Herrischried zu verzeichnen: ein Sinkflug um 6049 von fast 90.000 in 2018 auf 83.915 Übernachtungen. Ähnlich Rickenbach, wo vergangenes Jahr 5084 weniger Übernachtungen als in 2018 verbucht wurden. Dort gab es 2018 noch 130.797 Übernachtungen, im Jahr darauf 125.713, woraus ein Minus von 3,9 Prozent resultiert.

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Auch Görwihl kam nicht ungeschoren davon: 660 weniger Übernachtungen 2019 als im Vorjahr (2018: 25.596; 2019: 24.936) Görwihl weist nur bei den Ankünften ein Plus von vier Prozent auf, im Gegensatz zu den zwei Nachbargemeinden, die auch in diesem Sektor auf Einbußen von bis zu 7,5 Prozent (Rickenbach) kamen. Die Gewinner in Görwihl waren die Betreiber der Ferienwohnungen mit einem Plus von zwölf Prozent bei den Übernachtungen und 13 Prozent bei den Ankünften – was möglicherweise mit dem laut Vonhof „extrem gut frequentierten“ Albsteig, dessen erster Etappenort Görwihl ist, in Verbindung steht. Aber: „Die Verweildauer der Gäste sinkt immer weiter“, berichtete Vonhof. Und sie nennt noch ein Aber: „Schwierigkeiten bereitet uns nach wie vor die Kategorie Hotel.“

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Nicola Vonhof, bei der Vorstellung der aktuellen Entwicklung von Christina Schrieder von der Görwihler Tourist-Info unterstützt, hatte auch Positives im Gepäck: „2019 hatten wir verschiedene Projekte am Laufen, wie beispielsweise den Schwarzwald Dorfurlaub.“ Tourismusminister Guido Wolf habe das Projekt gelobt und weitere Förderungen in Aussicht gestellt, so Vonhof. Einen Aufschwung für die Ferienwelt Südschwarzwald, deren Mitglied die drei Hotzenwaldgemeinden sind, könnte das Logo auf den neuen Werbeprodukten bringen: ein roter Bollenhut, dessen Rand eine dynamisch gezogene Linie darstellt, und ein lachendes Punkt-Punkt-Sichel-Gesicht. Damit ist der Erlebnisführer mit mehr als 100 Tipps, die Fahrradkarte mit 16 Routen oder die analoge Karte mit digitalen Erlebniswelten gekennzeichnet. „Wir haben die Corona-Zeit genutzt, um neue Dinge anzustoßen“, berichtete Vonhof. So wurden die Internetseite (www.ferienwelt-suedschwarzwald.de) sowie das Gastgeberverzeichnis neu gestaltet.

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