Gesundheitscampus

Das bedeutendste Thema der kommenden Jahre ist und bleibt nach Guhls Einschätzung die Realisierung des Gesundheitscampus‘. Laufe alles nach Plan und sei das Thema Finanzierung endlich abgschließend geklärt, werde im ehemaligen Krankenhausgebäude und auf dem umgebenden Areal in acht Jahren bereits in weiten Teilen Leben eingekehrt sein, sagt Guhl: „Das Ärztezentrum, die Pflege und das Rehaklinikum werden bis dahin fertig sein.“

Auf Basis des städtebaulichen Wettbewerbs werde bis dahin ein Gestaltungskonzept für das Campus-Areal stehen. Auch was aus dem bisherigen Standort der Rehaklinik nach deren Umzug in den Campus werden soll, dürfte nach Guhls Dafürhalten in den kommenden Jahren geklärt werden. Interessenten mit Plänen für das Klinikgebäude gebe es eine ganze Reihe.

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Für einen zukunftssicheren Betrieb sei das jetzige Rehaklinik-Gebäude hingegen nicht mehr geeignet: „Schon gar nicht lassen sich hier neue Synergien oder Behandlungsfelder entwickeln.“ Der Campus mit seinen weiteren angeschlossenen Einrichtungen, insbesondere dem Ärztezentrum mit seiner großen medizinischen Bandbreite und hochwertigen elektiven Operationskapazitäten, biete dagegen völlig neue Perspektiven.

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Zudem werde mit dem Bereich geriatrische Rehabilitation ein Segment Einzug halten, das einen wichtigen Bedarf abdeckt. Kurz: „Wir werden hier eine Einrichtung haben, die der Stadt und der Region langfristig gut tut.“

Gravierende Veränderungen soll es nach Guhls Vorstellung im Bahnhofs-Umfeld geben – unter anderem wenn das Marienhaus auf den Gesundheitscampus umgezogen ist.
Gravierende Veränderungen soll es nach Guhls Vorstellung im Bahnhofs-Umfeld geben – unter anderem wenn das Marienhaus auf den Gesundheitscampus umgezogen ist. | Bild: Baier, Markus

Bahnhof-Areal

Gerade im weiteren Umfeld des Bad Säckinger Bahnhofs will Guhl in den nächsten Jahren eine Menge bewegen. Am gravierendsten dürften die Veränderungen zwischen Bahnhofsvorplatz und Rudolf-Eberle-Platz ausfallen.

Das heutige Marienhaus könnte demnach, wenn das Pflegeheim erst einmal auf den Gesundheitscampus umgezogen ist, nach Guhls Vorstellung abgerissen und durch ein modernes Multifunktionsgebäude ersetzt werden. Hier soll es Wohnungen, attraktive Einkaufsmöglichkeiten, aber auch Raum für Familien und Soziales unter einem Dach geben.

Die Verbindung zwischen Bahnhof und Rudolf-Eberle-Platz will Guhl erheblich verbessern. Dies soll nicht zuletzt durch verkehrsberuhigende Maßnahmen und mehr Räume für Fußgänger erreicht werden, so Guhl. Im Zuge der Elektrifizierung der Hochrheinstrecke wird die Barrierefreiheit am Bahnhof verbessert.

Ob sich auch die seit langem geplante Verlegung des Busbahnhofs auf die Nordseite der Gleise bis in acht Jahren realisieren lasse, ist hingegen noch ungewiss, sagt Guhl: „Das hängt von der Entwicklung der städtischen Finanzen und den Fördermöglichkeiten ab.“

Feste Räume statt Container: Wie im Schulzentrum gibt es in fast allen städtischenn Schulen ordentlich was zu tun – nicht nur in baulicher Hinsicht.
Feste Räume statt Container: Wie im Schulzentrum gibt es in fast allen städtischenn Schulen ordentlich was zu tun – nicht nur in baulicher Hinsicht. | Bild: Baier, Markus

Schulzentrum

„Die Rolle des Schulträgers bleibt trotz aller bewältigten Projekte eine Herausforderung“, lautet Guhls Einschätzung. Das Schulzentrum vereine geradezu symbolisch die erzielten Erfolge und die weiteren Herausforderungen, die sich ein Stück weit auch auf alle anderen Schulen verallgemeinern lassen: „Feste Bebauung anstatt der Containerlösungen“, lautet Guhls Zielsetzung. Zudem gebe es einen erheblichen Sanierungsbedarf bei den Schulgebäuden. Und auch im Bereich Kindergärten werde die Stadt nicht um weitere Investitionen herumkommen.

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Daneben liege der Fokus vor allem auf Erweiterung der Betreuungsangebote: „Wir haben heute eine Lücke zwischen dem Ganztagskindergarten und der Sekundarstufe, die wir füllen müssen“, sagt Guhl. Und auch die Schaffung von Ferienbetreuungsangeboten sei ein Thema, das im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie angegangen werden müsse, so Guhl.

Auf dem Lange-Areal soll zukunftsweisende Wohnbebauung entstehen – möglichst auch mit sozialverträglichem Mietpreisniveau.
Auf dem Lange-Areal soll zukunftsweisende Wohnbebauung entstehen – möglichst auch mit sozialverträglichem Mietpreisniveau. | Bild: Baier, Markus

Lange-Areal

Bauland ist in der Stadt aktuell Mangelware, Bauen an sich sei ein sehr teures Unterfangen und das Mietniveau ist hoch. Trotz allem verzeichnet die Stadt deutliche Zuzüge. Und das dürfte so weitergehen, erst recht wenn das auf Schweizer Seite geplante Gewerbegebiet Sissler Feld Form annimmt, wo tausende neue Arbeitsplätze entstehen sollen.

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Umso mehr Bedeutung kommt nach Guhls Einschätzung Projekten wie dem solidarische Wohnen zu, das bereits in einigen Kommunen im Land praktiziert werde. Ein solches Vorhaben soll nach Guhls Vorstellung auf dem Areal der Gärtnerei Lange in Obersäckingen realisiert werden. „Das wird in den nächsten acht Jahren ein spruchreifes Thema, wobei hier die Zusammenarbeit mit der Baugenossenschaft Familienheim eine wichtige Rolle spielen wird“, so Guhl.

Vorne noch Brachland, im Hintergrund pulsiert der Handel: Auf dem Brennet-Areal soll sich nach Guhls Vorstellung in den nächsten acht Jahren etwas bewegen.
Vorne noch Brachland, im Hintergrund pulsiert der Handel: Auf dem Brennet-Areal soll sich nach Guhls Vorstellung in den nächsten acht Jahren etwas bewegen. | Bild: Baier, Markus

Brennet-Areal

Nachdem das Einkaufszentrum im südlichen Teil des Brennet-Areals inzwischen Realität und für die Stadt ein „erheblicher Mehrwert“ entstanden sei, nimmt Guhl nun den nördlichen Bereich ins Visier. Die architektonische Planung hierfür liegt vor, auch die Bereitschaft zum Weitermachen sei allseits gegeben. Dennoch sei das ganze Vorhaben nicht ohne Herausforderungspotential: „Einige fachliche Fragen sind hier noch zu klären.“

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Es sei eine grundsätzliche, schnelle Verständigung aller Beteiligten notwendig, um Fortschritte zu erzielen. Dass das Brennet-Areal in acht Jahren seiner Vollendung große Schritte nähergerückt sein wird, davon zeigt Guhl sich überzeugt.

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