Seit vier Jahren gibt es das Fahrradhotel „Zollhaus“ in Albbruck. Bis 2006 diente das Gebäude am Übergang zur Schweiz als Zollgebäude. Nach aufwendigen Umbau- und Renovierungsarbeiten hat es zwischenzeitlich eine völlig neue Nutzung erhalten.

Große Nachfrage

In den Jahren 2018 und 2019 sei die Nachfrage recht groß gewesen, war von Betreiberin Sylvia Wassmer zu erfahren. „Corona hat dann alles verändert. Im letzten Jahr hatten wir total geschlossen.“ Nachdem es seit wenigen Tagen wieder möglich ist, Übernachtungsgäste zu beherbergen, ist die Nachfrage rapide angestiegen, berichtet Sylvia Wassmer. „Wir sind bis zum Herbst ausgebucht, was uns auch bestätigt, dass die Entscheidung, das Fahrradhotel pachtweise zu übernehmen, richtig war.“

Hauptsächlich Familien, aber auch Einzelpersonen, blieben dort gerne meist für eine Nacht. Sie kommen laut Wassmer aus dem ganzen Land und auch von weit darüber hinaus. Vielfach führe ihre Tour vom Bodensee oder Schaffhausen entlang des Rheins bis nach Basel. Dann gebe es für sie nichts Schöneres, als direkt am Rheinufer übernachten zu können, loben die Radler laut Wassmer immer wieder. Viele seien bereits mehrfach dort eingekehrt und schon fast zu „Stammgästen“ geworden. Während die Einen als Selbstversorger ihre kulinarischen Bedürfnisse erfüllen, nutzen andere die Möglichkeit, von Sylvia Wassmer das Frühstück serviert zu bekommen.

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Nachdem die staatliche Liegenschaftsverwaldung im Jahr 2008 das Häuschen zum Verkauf angeboten hatte, ging die kleine Immobilie in den Besitz der Gemeinde über. Unter der neuen Eigentümerin wurden verschiedene Nutzungskonzepte diskutiert und immer wieder verworfen, ehe die endgültige Entscheidung gefallen war. Nachdem in den vergangenen Jahren die Zahl der Radtouristen immer mehr zunahm und die Suche nach entsprechenden Übernachtungsmöglichkeiten das vorhandene Potenzial im Gemeindebereich überstieg, stimmte auch der Gemeinderat der Nutzungsänderung zu, eine Übernachtungsmöglichkeit für Radtouristen zu schaffen.

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Unter der Regie des Projektleiters Walter Hausin von der Gemeinde erfolgten der Umbau und die Neuausrichtung des ehemaligen Zollhauses, in dem die „Grenzer“ ihren Dienst verrichteten. Das beheizbare Fahrradhotel verfügt über vier Schlafplätze mit Stockbetten, eine separate Dusche, WC und Waschbecken. Außerdem ist ein Abstellraum für die Fahrräder und zum Trocknen der Kleidung eingerichtet.