Albbruck (de) In Albbruck gibt es das „Fahrradhotel Zollhaus“. Das kleine Häuschen am Schwaderlocher Steg, das bis 2006 als Zollgebäude diente, hat nach vielseitigen Umbau- und Renovierungsarbeiten einen neuen Verwendungszweck gefunden.

Nach dem 2008 die staatliche Liegenschaftsverwaltung das Häuschen zum Verkauf angeboten hatte, wurde die Gemeinde Albbruck neue Eigentümerin. Verschiedene Nutzungskonzepte wurden immer wieder verworfen. Nach dem die Zahl der Radtouristen immer mehr zunahm und die Suche nach entsprechenden Übernachtungsmöglichkeiten das vorhandene Potenzial überbot, stimmte auch der Gemeinderat dem neuerlichen Nutzungskonzept zu. Unter der Federführung des Senior-Ortsbaumeisters Walter Hausin liefen die notwendigen Arbeiten, die an diesem direkt am Rhein gelegenen idyllischen Platz immer wieder auch durch Sachbeschädigungen blockiert wurden. Zwischenzeitlich ist das heizbare Fahrradhotel mit vier Schlafplätzen in Stockbetten eingerichtet. Den Gästen stehen zudem eine separate Dusche, WC und Waschbecken zur Verfügung. Außerdem wurde ein Abstellraum für die Fahrräder und zum Trocknen der Kleidung eingerichtet.

Alle, die das alte Zollhäuschen noch aus früheren Zeiten kennen, als es noch mit Zollbeamten besetzt war, sind begeistert von dem Kleinod, das mit einem zusätzlichen Aufenthaltsplatz im Freien geschaffen wurde. Mit dem Kraftwerkbau wurde anfangs der 1930er Jahre auch der Schwaderlocher Steg als Übergangsmöglichkeit in die Schweiz geschaffen und in dessen Folge auch die Zollstelle eingerichtet. Dabei gehen die Gedanken auch zurück an die Zeit, als der Übergang nur von Personen aus dem Zollgrenzbezirk benutzt werden konnte und außerhalb der festgelegten Kontrollzeiten keine Waren mitgeführt werden durften. Vielen ist auch noch im Gedächtnis, dass es Zeiten gab, als die Schweizer Zöllner am exakten Grenzpunkt nachts ein sogar mit Stacheldraht gesichertes Metalltor verriegelten. Über diesen Übergang pflegen heute die beiden Gemeinden Albbruck und Schwaderloch auf der anderen Seite enge Kontakte. Wenn es heute auch keine offiziellen Grenzkontrollen mehr gibt, so sind verdeckte Kontrollen aber immer noch an der Tagesordnung.

Das Hotel: Betreiber und Vermieter des neuen Albbrucker Fahrradhotels „Zollhaus“ ist die Familie Sylvia Wassmer. Die Gastronomen der „Fischerhütte“ am Rheinspitz sind unter Telefon 0170/281 67 12 und 07753/16 77 täglich ab 17 Uhr, sonntags ab 10 Uhr und Samstag ab 15 Uhr Ansprechpartner. Sie reichen auch ein kleines Frühstück oder machen ihre Gäste auf das Angebot im Ortskern aufmerksam.