Mit steigenden Tourismuszahlen rechnet die Gemeinde in der laufenden Saison. "Wenn die Statistik stimmt, radeln pro Jahr 20 000 bis 25 000 Radler durch Albbruck", so Bürgermeister Stefan Kaiser im Gemeinderat. Dazu hat auch die Gemeinde einen eigenen Beitrag geleistet und ein kleines aber schmuckes "Fahrradhotel" eingerichtet, das ehemalige Zollhaus am Grenzübergang in die Schweiz, direkt am Hochrhein Radwanderweg. Stefan Kaiser: "Ich gehe davon aus, dass in diesem kleinen aber feinen Null-Sterne-Hotel die eine oder andere Übernachtung stattfinden wird". Das schmucke Häuschen mit seinen gepflegten Außenanlagen wurde im vergangenen Jahr fertiggestellt und im August seiner Bestimmung übergeben.

Auch für die Sicherheit der "Hotelgäste" ist gesorgt

Der Security-Dienst schaut auf seinen Streifengängen regelmäßig hier vorbei. Zahlen über die bisherige Nutzung konnte Stefan Kaiser jedoch noch nicht vorlegen. Anziehungspunkte für auswärtige Gäste ist auch immer das Schwimmbad. Mit kleineren Investitionen, wie Sonnensegel, Sandplatz und verschiedenen Unterhaltungsmaßnahmen ist die Gemeinde alljährlich bemüht, die Attraktivität des Bades zu steigern. Zu einem beliebten Touristen-Ziel ist auch der Albsteig geworden, der von Albbruck zum Feldberg führt, ein großes Projekt, das im letzten Jahr zu Ende geführt werden konnte. Mit der Einweihung des Einstiegsportals in Albbruck wurde der Premium Wanderweg offiziell seiner Bestimmung übergeben. Insgesamt sind die Übernachtungsmöglichkeiten in Albbruck jedoch noch begrenzt. Abhilfe soll ein Hotel schaffen, das an der Alb, auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik, entstehen soll. Darüber wurde bereits Einigkeit mit der Besitzerin der Areals, der bayerischen Karlgruppe erzielt.

Alte Mühle als Anziehungspunkt

Ein Anziehungspunkt für Touristen war immer auch die Alte Mühle in Unteralpfen, die inzwischen an einen Schweizer verkauft wurde. Das spätgotische Gebäude mit dem markanten Treppengiebel, eine Lehensmühle des Damenstifts Säckingen, wurde erstmals 1342 erwähnt und 1560 neu erbaut. Unter der Federführung der Gemeinde wurden die Anlagen in den 80er Jahren restauriert und der Mahlgang neu in Betrieb genommen. Aber es finden keine Führungen mehr statt und auch den "Mühletag", der traditionell am Pfingstmontag durchgeführt wird, den gibt es nur noch anderswo. Der Mühlegarten, der immer einen gepflegten Eindruck machte, ist vergrast. Das mächtige Mühlrad, angetrieben vom Wasser des Steinbachs, ist zerfallen und steht still. Für immer?