Ursula Freudig

Viel zu besprechen hatte der Weilheimer Gemeinderat in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause unter der Leitung von Bürgermeister Jan Abicker. Weilheim bringt eine kommunale Wärmeplanung als Fahrplan für Entscheidungen zugunsten einer möglichst klimaneutralen Wärmeversorgung auf den Weg. Hierfür hat sich Weilheim mit Ühlingen-Birkendorf und Grafenhausen zusammen getan, weil nach Aussage von Albicker, das Land Gemeinden nur im „Konvoi“ bei der Erstellung eines Wärmeplans fördert.

„Es handelt sich um ein Planungsinstrument, das die Bürger mitnimmt“, erklärte der Bürgermeister. Ziel ist nach seinen Worten, eine sinnvolle und nachhaltige Wärmeversorgung für jedes Gebäude oder auch mehrere zusammen, Stichwort Nahwärmenetz. Schornsteinfeger, die jede Heizung in jedem Haus kennen, sollen hierfür das grundlegende Datengerüst liefern.

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Ein weiteres Zeichen in Sachen Energieeinsparung setzt Weilheim bei der Straßenbeleuchtung: Sie wird zukünftig eineinhalb Stunden weniger pro Nacht an sein. Ausführlich gesprochen wurde in der Sitzung auch über den Winterdienst, der neu gestaltet werden muss, weil der alte Dienstleister nicht mehr zur Verfügung steht. Der in Nöggenschwiel beheimatete Agrarservice Probst, der bereits in einigen Weilheimer Ortsteilen den Winterdienst durchführt, hat sich dazu bereit erklärt. Die Kosten werden allerdings steigen. Mit rund 8000 Euro mehr pro Winter rechnet der Gemeinderat Weilheim. Dies, weil auf einen gleichbleibenden Stundensatz ein variabler Aufschlag hinzukommt, der sich am Preis des Sprits für die zum Einsatz kommenden Räumfahrzeuge orientiert.

Außerdem übernimmt die Gemeinde Weilheim die Kosten für die Aufrüstung der Räumfahrzeuge, um topografischen Besonderheiten Weilheims gerecht zu werden. In Zusammenhang mit dem Winterdienst hat der Agrarservice Probst zwei Anliegen, denen der Gemeinderat entsprechen will, teilweise sind aber noch weitere Gespräche mit Involvierten nötig: Es geht um Abstellplätze für Räumfahrzeuge vor der Nöggenschwieler Rosendorfhalle sowie von weiteren Fahrzeug-Stellplätzen in der Halle, die der Agrarservice fest pachten will.

Neben mehreren, zur Kenntnis genommenen und einvernehmlich gebilligten Bausachen, kommt auch der Neubau des Hochbehälters zur Wasserversorgung „Steinrüsche“ voran. Für die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten erhielt die Weilheimer Firma Kock und Götte den Zuschlag.