„Wir machen die Schwimmbadöffnung erst mal recht analog“, so Bürgermeister Michael Thater. Damit hat die Stadtverwaltung zügig auf Erfahrungen aus den umliegenden Kommunen reagiert. Eine übertragbare und damit teilbare Dutzendkarte ist insgeheim als Lenkungsregel auserkoren worden. Dazu hat der Vorverkauf seit gestern begonnen. Für Familien, Eltern und zwei Kinder, bleibt der Eintritt unter zehn Euro. Maximal 500 Badegäste werden sich gleichzeitig im Parkbad aufhalten können. Die verschobene Öffnung wird ab kommenden Mittwoch, 1. Juli, zehn Uhr stattfinden.Der Schwimmbadkiosk bleibt vorerst geschlossen.

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Schon vor dem Eingangsbereich gilt Abstandhalten. Die Bo denmarkierungen geben den Weg vor. Der, wenn‘s etwas länger dauern sollte, überwiegend im Schatten sein wird. Auf einen permanenten Einlass habe sich die Verantwortlichen verständigt. Natürlich mit der Regel, dass die Maximalzahl der Badegäste nicht überschritten wird. „Auf Slots haben wir verzichtet“, verbindliche Zeitfenster nehme den Badegästen ein Stück weit das Schwimmbadvergnügen, war die Erkenntnis der Verwaltung, so der Bürgermeister. Seuchenbedingte Regeln waren der Maßstab vom Vorverkauf der Eintrittskarten bis hin zum Ausgang.

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Mit einer Telefonansage wird die aktuelle Kapazität abrufbar sein. „Eine Ampel war einfach zu teuer, das geht auch mit grünen und roten Fahnen“, konkretisierte der scheidende Bauamtsleiter Thomas Götz die Überlegungen. Dann ist bereits auf dem Parkplatz sichtbar, ob Platz im Freibad ist.

Der Sommer kann kommen, das Wehrer Parkbad öffnet am 1. Juli.
Der Sommer kann kommen, das Wehrer Parkbad öffnet am 1. Juli. | Bild: Gerd Leutenecker

Somit sind die Lenkungsüberlegungen klar ersichtlich. Familien und Dauerschwimmer werden zum Start der täglichen Öffnung das Gros der Gäste bilden. Wer später kommt, muss auf die Telefonabfrage und vermeintlichen Schlangen setzen. Beim Zutritt und im Sanitär- und Umkleidebereich besteht Masken-Pflicht.

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Die Vorgaben aus den Hygiene-Regeln sind streng und müssen durch die Stadt Wehr verantwortet werden. „Gegenseitige Rücksichtnahme der Badegäste wird vorausgesetzt und das Personal wird im Freibad darauf achten müssen“, gab Andrea Hauf beim Pressegespräch gleich als Empfehlung für die Gäste mit. Im Eingangsbereich sind die visualisierten Abläufe im Parkbad verdeutlicht.

Das Konzept für die Öffnung vom Parkbad steht (von rechts): Bürgermeister Michael Thater, die Schwimmbadmeister Gerd Tscheulin und Susi Dede, Bauamtsleiter Thomas Götz, Andrea Hauf, Florian Jurkiewicz und Corinna Hammer.
Das Konzept für die Öffnung vom Parkbad steht (von rechts): Bürgermeister Michael Thater, die Schwimmbadmeister Gerd Tscheulin und Susi Dede, Bauamtsleiter Thomas Götz, Andrea Hauf, Florian Jurkiewicz und Corinna Hammer. | Bild: Gerd Leutenecker

Nachdem der Gast sein Datenblatt abgegeben hat, wird eine Plastikkarte mit fortlaufender Nummer ausgehändigt. Die Umkleidekabinen sind einzig im Außenbereich, die Schließfächer müssen geschlossen bleiben. Im weitläufigen Gelände ist freie Platzwahl.

Der Badegast kann dann zu den Duschen rund um das Schwimmbecken gehen. Am Planschbecken bleiben die Brunnen und Fontänen aus. Der Zugang zu den eigentlichen Schwimmbecken ist mit Hinweisschildern und Markierungen versehen. Mit Handgelenk-Bändel wird auch hier auf Kontrolle gesetzt. 140 Gäste können gleichzeitig das Nass im Nichtschwimmerbecken genießen, maximal 30 im Schwimmerbecken. Die Sprunganlagen bleiben geschlossen. Die Rutschen sind geöffnet. Aktuell sind drei Bahnen für die Schwimmer abgegrenzt. Eine Sportbahn ist vorhanden. Die Stadt hat eine weitere Schwimmleine bestellt. Erst mit vier Schwimmerbahnen kann die Kapazität etwas erhöht werden.

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Der Spielplatz wird teilweise offen sein. Der Bachlauf und die Wasserpumpe hätten nur mit gechlortem Wasser betrieben werden dürfen. Susi Dede und Gerd Tscheulin werden als Schwimmbadmeister die sanfte Chlorierung des Wassers in den Becken nicht verändern. „Das ist die beste öffentliche Desinfizierung an sich auch unter dem Zeichen der Pandemie“, gaben sich der Bürgermeister und die Badleiter überzeugt. Neu wird die Auslasskontrolle sein. Die Gästenummer muss nach Durchsicht des Datenblattes, zurückgegeben werden. Mögliche Infektionsketten können somit nachverfolgt werden.

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