Geteilte Freude ist bekanntlich doppelte Freude – dies bewahrheitete sich einmal mehr beim ersten diesjährigen Promenadendenkonzert der Stadtmusik Wehr am Samstagabend auf dem Talschulplatz. Die Musiker freuten sich nach der Corona-Zwangspause wieder einmal unbeschwert zu den Instrumenten greifen zu dürfen. Und ein hochzufriedenes Publikum freute sich nicht weniger die städtischen Musiker wieder einmal live zu hören und zu sehen.

Rund 200 Besucher genossen trotz hitziger Temperatur nicht nur das Livekonzert sondern auch das heimelige Ambiente zwischen den Schul- und Gastronomiegebäuden und die ideale Akustik. Der Besuch, des wegen der unsicheren Witterung auf den Samstag vorverlegte etwa zweistündigen Konzertes, lohnte sich allemal. Die Wehrer Musikanten boten einen bunten Melodienreigen verschiedenster Musikgenres – und das gleich mit drei Formationen: Stadtmusik, Jugendkapelle und Zukunftsmusik. Für die Instrumentalisten eine Herausforderung, denn sie mussten, ebenso wie die Besucher, die Abstandsregelung und die Hygienevorschriften einhalten.

Auch die Musiker mussten die Corona-Abstandsregelung einhalten.
Auch die Musiker mussten die Corona-Abstandsregelung einhalten. | Bild: Ernst Brugger

Doch auch das zweite Handicap, monatelange Corona-Zwangspause bei Konzerten und Proben, war den Instrumentalisten kaum anzumerken. Mit einem schmissigen Marsch eröffnete die Stadtmusik mit Dirigentin Birgit Trinkl, nach der jüngsten Zukunftsmusik und den Teenies der Jugendkapelle, den zweiten Konzertteil. Mit zünftigen bayrischen Märschen und böhmischen Polkas sowie bekannten modernen Melodien aus Film und Musicals sowie einem Bee-Gees-Medley, hatte Dirigentin Trinkl ein buntes Musikprogramm zusammengestellt, das fast keine Wünsche offen ließ. Und als nach aufkommenden stürmischen Windböen nicht nur Melodien über den Talschulplatz und die Europa-Stele schwebten, sondern auch Noten-(blätter), verloren die versierten Stadtmusiker nicht den Rhythmus und bewiesen musikalische Spielfreude und Spielsicherheit. Als nach einer geforderten Zugabe das „Badnerlied“ ertönte und der Beifall nicht enden wollte, setze die Stadtmusik mit dem österreichisch-ungarischen „Erzherzog-Albrecht-Marsch“ noch einen drauf.

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Das Promenadenkonzert hatte die „Zukunftsmusik„, der jüngste Nachwuchs der Stadtmusik, mit dem schweizerischen Dirigenten Tobias Zwicky eröffnet. Bei drei Musikstücken bewiesen die Kids, dass sie auch nach nur drei gemeinsamen Proben schon auftrittsfähig sind.

Der Schweizer Dirigent Tobis Zwicky machte den jüngsten Stadtmusik-Nachwuchs schon nach nur drei gemeinsamen Proben auftrittsreif.
Der Schweizer Dirigent Tobis Zwicky machte den jüngsten Stadtmusik-Nachwuchs schon nach nur drei gemeinsamen Proben auftrittsreif. | Bild: Ernst Brugger

Die Jugendkapelle, der hoffnungsvolle Nachwuchs, unter der Leitung von Stadtmusik-Dirigentin Birgit Trinkl, zeigte sich anschließend reif für anspruchsvolle und moderne Titel, auch aus der Film- und Musicalwelt.

Der Dank des Stadtmusik-Vorsitzenden Harald Vesenmeier galt abschließend dem aufmerksamen und beifallfreudigen Publikum, aber auch der Stadtverwaltung, die das Konzert und das vom Stadtmusik-Vorstand entworfene Sicherheits- und Hygienekonzept genehmigte und unterstützte. Die Musiker hatten viel Mühen auf sich genommen, um den Konzertbereich mit separierten Ein- und Ausgängen mit Bändern abzugrenzen, für eine abstandsgerechte Bestuhlung und die Einhaltung aller Hygienevorschriften zu sorgen.

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