Covid-19 hat in allen Lebensbereichen massive Einschnitte hinterlassen. Viele Unternehmen und Vereine hatten mit großen Herausforderungen zu kämpfen. Homeoffice und Digitalisierung waren die Schlagworte. Die Musikschule Südschwarzwald hat sich unter der Führung von Werner Hilpert und seinem Stellvertreter Eckhard Kopetzki diesen Aufgaben gestellt und damit ihre Stärke und Authentizität bewahren können. „Ich habe keine Ahnung, wie Sie das gemacht haben. Sie haben den Kindern ein Stück Normalität gegeben, dafür gebührt Ihnen und Ihrem Kollegium unser größter Respekt“, sagte lobend Landrat Martin Kistler anlässlich der Verbandsversammlung 2020 und stellvertretend für die zahlreich erschienen Bürgermeister der Partnergemeinden.

„Kurzarbeit, Fernunterricht und Online-Konzerte waren Umstände, mit denen wir zu kämpfen hatten“, fasste Werner Hilpert das abgelaufene Jahr zusammen. Dabei hatte das Jahr erfolgreich begonnen: „Der Wettbewerb Jugend musiziert und der Blockflötentag war ein gelungener Auftakt. Dann kam der 16. März und alles war anders als vorher“, erläuterte Werner Hilpert und fügte an: „Das Verbot von Präsenzunterricht, zwei Lehrkräfte waren an Corona erkrankt haben uns zum Handeln gezwungen.“ Die Einführung des Fernunterrichts via Skype und Zoom wurden organisiert. Erste Online-Konzerte wurden durchgeführt. Gleichzeitig wurde eine App entwickelt, die die Abläufe und Kommunikation mit den Lehrkräften, Eltern und Schülern maßgeblich erleichterte. Besonders stolz präsentierte der Leiter den virtuellen Adventskalender, der auf den sozialen Medien derzeit für Aufsehen sorgt.

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„Zumindest finanziell sind wir gut durch die Krise gekommen und dass obwohl wir beim ersten Lockdown die Kursentgelte für die Schüler an die Eltern zurückerstattet haben“, informierte Werner Hilpert. Möglich wurde dies durch geringere Personalkosten, Fahrtkosten und Fortbildungsmaßnahmen, die nicht durchgeführt werden konnten. „Der Haushaltsplan wurde eine Punktlandung und darüber sind wir sehr glücklich“, erläuterte er die Zahlen. Schmerzlich sei allerdings der Einbruch der Schülerzahlen. Besonders in der musikalischen Früherziehung musste ein herber Rückgang verkraftet werden. Da die Finanzierung des Haushalts zu mehr als 50 Prozent aus Schüler-Entgelten stammt, wird dies eine weitere Herausforderung für das kommende Jahr werden.

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Die Planungen dafür laufen bereits auf Hochtouren. „Jugend musiziert soll am 30. Januar unter Corona-Bedingungen stattfinden. Allerdings ohne Publikum. Im Mai ist das Konzert „Just for Music“ geplant. Ein großes Projekt wird die Zertifizierung zur „gesunden Musikschule werden. Zum Abschluss dankte Werner Hilpert den Gemeindevertretern, dem Verwaltungsrat und seinem Kollegium für die Unterstützung. Ein extra Lob hatte er auch für die Eltern parat: „Sie haben Geduld und Nachsicht bewiesen. Viele haben uns, mit dem Verzicht auf die Rückerstattung der Gebühren, sehr geholfen.“