In den katholischen Pfarrkirchen Waldshut, Tiengen und Unterlauchringen sowie in den evangelischen Kirchen in Waldshut und in Dogern finden dieses Wochenende erstmals wieder öffentliche Feiern statt. Allerdings unter strengen Auflagen. Auf Grundlage der Vorgaben der Landesregierung haben die Verantwortlichen beider Konfessionen umfassende Vorbedingungen für die kirchlichen Feiern formuliert.

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„Es werden andere Gottesdienste sein als gewohnt“, sagt Ulrich Sickinger, katholischer Pfarrer und Leiter der Seelsorgeeinheit Mittlerer Hochrhein St. Verena. Zentraler Punkt sind zwei Meter Abstand der Gläubigen zueinander nach allen Seiten hin. Nur Menschen, die in häuslicher Gemeinschaft zusammenleben, dürfen enger zusammen sitzen.

„Es werden andere Gottesdienste sein als gewohnt.“ Pfarrer Ulrich Sickinger, Leiter der katholischen Seelsorgeeinheit Mittlerer Hochrhein St. Verena.
„Es werden andere Gottesdienste sein als gewohnt.“ Pfarrer Ulrich Sickinger, Leiter der katholischen Seelsorgeeinheit Mittlerer Hochrhein St. Verena. | Bild: Ursula Freudig

Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes ist nicht Vorschrift, wird aber empfohlen. Durch die Abstandsregel wird die Zahl der Kirchgänger überschaubar bleiben. Je 32 Plätze bieten die katholischen Pfarrkirchen in Waldshut und Tiengen, in Unterlauchringen sind es 43 Plätze.

Hier finden Gottesdienste statt

Rund 70 Plätze verbleiben in der evangelischen Versöhnungskirche in Waldshut. Dort ist durch die Bestuhlung die Abstandsregel effektiver und einfacher umzusetzen. Grundsätzlich wird es in den kommenden Gottesdiensten nüchterner zugehen als sonst. Ein Hauptgrund hierfür ist das Verbot des gemeinsamen Singens. Musikalische Begleitungen durch Chöre sind ebenfalls unzulässig. Für jede Kirche mussten die Verantwortlichen ein Infektionsschutzkonzept erstellen, das beweist, dass alle Vorgaben – darunter auch viele Hygiene- und Desinfizierungsmaßnahmen – erfüllt werden.

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Sowohl Pfarrer Ulrich Sickinger wie auch Dekanin Christiane Vogel von der evangelischen Kirche sehen die kommenden Gottesdienste als ersten Anhaltspunkt, ob die „reduzierten“ Gottesdienste für die Gläubigen Sinn machen und in welchem Umfang sie zukünftig angeboten werden. „Einige Kirchengemeinden sagen, unter diesen Vorrausetzungen bieten wir keine Gottesdienste an“, so Pfarrer Ulrich Sickinger.

„Nicht klagen über das, was nicht geht, sondern sich freuen über das, was geht.“ Dekanin (Hochrhein) Christiane Vogel, evangelische Kirche.
„Nicht klagen über das, was nicht geht, sondern sich freuen über das, was geht.“ Dekanin (Hochrhein) Christiane Vogel, evangelische Kirche. | Bild: Ursula Freudig

Manche Kirchen seien mit Blick auf die Abstandsregel auch einfach zu klein. Die bisherigen Notlösungen, wie per Video übertragene Gottesdienste, haben sich bewährt und werden beibehalten. Dekanin Christiane Vogel hofft, dass viele in dieser schwierigen Zeit ihr Motto teilen: „Nicht klagen über das, was nicht geht, sondern sich freuen über das, was geht.“

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