Die Beteiligung an der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates war „riesig“, so Ortsvorsteher Claudio Helling und sie war wohl den beiden brennenden Themen „Umspannwerk“ und „Schlüchtbrücke“ geschuldet. Dies zeigte sich dann auch während der Bürgerfragestunde. Erneut wurde kritisiert, dass die Stadtverwaltung in Sachen Verlegung der Umspannwerke zu wenig aktiv sei.

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Demgegenüber lobte ein Bürger die Aktion des Ortsvorstehers, der vom Netzbetreiber Transnet BW nach Anfrage die Aussage erhielt, dass eine Verlegung der Umspannanlage auf den Hungerberg durchaus eine Option sei.

Als ein erstmals sehr positives Signal wertete der Ortsvorsteher Claudio Helling die Nachricht des Netzbetreibers Transnet BW, dass eine Verlegung des Gurtweiler Umspannwerkes (im Hintergrund der Funkturm vom Tiengener Umspannwerk) auf den Hungerberg durchaus eine Option sei.
Als ein erstmals sehr positives Signal wertete der Ortsvorsteher Claudio Helling die Nachricht des Netzbetreibers Transnet BW, dass eine Verlegung des Gurtweiler Umspannwerkes (im Hintergrund der Funkturm vom Tiengener Umspannwerk) auf den Hungerberg durchaus eine Option sei. | Bild: Alfred Scheuble

Dies wertete Ortsvorsteher Helling „erstmals als sehr positives Signal“ ergänzte aber, dass er keine Hoffnungen schüren möchte, denn er sehe nach wie vor Schwierigkeiten für das Vorhaben. Die bei der Stadt eingegangenen Rückmeldungen der Netzbetreiber werde in der Gemeinderatssitzung am kommenden Montag bekanntgegeben.

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In Sachen Schlüchtbrücke gab der Ortsvorsteher zur Kenntnis, dass laut Auskunft des Tiefbauamtes die Planung für einen Neubau 2021 eingefordert und anfangs 2022 erfolgen soll. Den kritischen Anmerkungen eines Bürgers, der eine kostengünstigere Sanierung anregte, entgegnete er, dass bereits seit 1982 von einem Neubau gesprochen werde, weil die Tragekonstruktion der Brücke defekt sei. Die mögliche Alternative einer Behelfsbrücke durch das Technische Hilfswerk werde zwar geprüft, aber die Kosten dafür beliefen sich auf über 120.000 Euro.

Bürgerversammlung auf den Sommer verschoben

Schnell einig war sich das Ratsgremium darüber, dass die gewohnte Bürgerversammlung am Bächteletag wegen der Corona-Pandemie in den Sommer 2021 verlegt wird. Etwas schwerer gestaltete sich die Namensgebung für die Erschließungsstraße im Neubaugebiet Bodenacker. Zwar zeichnete sich ein Trend für den Namen „Im Bodenacker“ ab, jedoch besteht die Bezeichnung bereits für eine benachbarte kurze Stichstraße. Jetzt soll der Ortsvorsteher mit der Stadtverwaltung klären, inwieweit für die beiden Straßen eine Namenskoppelung möglich wäre.

Seligsprechung Pater Jordan

Als gute Nachricht werteten die Bürger den Hinweis, dass die Fortschreibung des Lärmaktionsplanes in Vorbereitung sei und noch im Herbst in die Beratung gehen soll. Schließlich ließ dann noch der Hinweis des Ortsvorstehers auf die Seligsprechung des Gurtweiler Ordensgründers Pater Jordan aufhorchen. Im Mai 2021 werden in Rom, in Freiburg, in Tafers/Schweiz und in Gurtweil Feierlichkeiten stattfinden. In Gurtweil, so eine erste Einschätzung, sei mit einer Gästezahl von 300 bis 1000 Personen zu rechnen.

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