Plong, plong, plong: Verkehrsteilnehmer, die auf der Bundesstraße 34 von der Zollkreuzung Richtung Waldshut unterwegs sind, kennen das Geräusch, das die Gullydeckel verursachen, wenn die Fahrzeuge direkt darüber rollen. „Teilweise versuchen die Verkehrsteilnehmer, die tieferliegenden Schachtdeckel zu umfahren, wobei es bereits zu gefährlichen Verkehrssituationen gekommen ist“, teilt das Landratsamt Waldshut dazu mit.

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Um die Verkehrssicherheit in diesem Abschnitt der B 34 zu erhöhen, werden die alten Schachtdeckel deshalb seit Mittwoch ersetzt. Die Sanierung wird vom Straßenbauamt des Landratsamts im Auftrag der Bundesstraßenverwaltung bis voraussichtlich Freitag, 7. August, ausgeführt. Während der Arbeiten ist die B 34 halbseitig gesperrt.

Insgesamt 18 schadhafte Gullydeckel befinden sich laut Auskunft des Landratsamts an der Bundesstraße zwischen der Ampelkreuzung bei der Schmittenau auf Höhe der Badener Straße und dem Rheinschloss. Aufgrund der hohen Belastung durch den Verkehr seien die Deckel nicht mehr standfest und über die Jahre in den Straßenbelag eingesunken.

Dadurch empfinden zahlreiche Verkehrsteilnehmer das Befahren der Strecke als holprig und versuchen teilweise, die eingesunkenen Schachtdeckeln zu umfahren. Die Kreisbehörde berichtet von gefährlichen Verkehrssituationen, wenn Autofahrer bei diesen Manövern beispielsweise zu dicht an den Gegenverkehr geraten.

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Dies bestätigt auch die Polizei. „Unsere Beobachtung ist, dass Autofahrer teilweise den Gullydeckeln ausgewichen sind“, sagt Polizeisprecher Mathias Albicker aus Waldshut-Tiengen auf Nachfrage dieser Zeitung. Allerdings hat die Polizei bislang auf diesem Streckenabschnitt keine Unfälle verzeichnet, die unmittelbar auf solche Ausweichmanöver zurückzuführen sind.

Dies sind zwei der 18 neuen Schachtdeckel, die künftig ein möglichst ebenes Überfahren ermöglichen.
Dies sind zwei der 18 neuen Schachtdeckel, die künftig ein möglichst ebenes Überfahren ermöglichen. | Bild: Juliane Schlichter

Weil die mit den Arbeiten beauftragte Baufirma aufgrund der starken Regenfälle in Bayern nicht planmäßig am Dienstag mit den Arbeiten in Waldshut beginnen konnte, verzögerte sich der Start der Sanierung um einen Tag. Doch auch am Mittwoch konnten die Arbeiter nicht sofort am Morgen loslegen.

„Manchmal ist der Wurm drin“, kommentierte der für die Maßnahme verantwortliche Bauleiter beim Straßenbauamt die erneute Verzögerung. Am Mittwoch musste zunächst eine defekte Baustellenampel ersetzt werden, was den Start um einige Stunden nach hinten verschob. Der Bauleiter ist dennoch zuversichtlich, dass die Arbeiten am Freitag abgeschlossen werden.

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Bis dahin werden die alten Gullydeckel mit einem Spezialgerät ausgebohrt. Anschließend werden die neuen Deckel eingesetzt und mit einer sogenannten Vergussmasse standsicher befestigt. „Eine zum Schluss um die Schachtdeckel aufgebrachte Asphaltschicht soll ein möglichst ebenes Überfahren ermöglichen“, schreibt das Landratsamt.

Für die Dauer der Sanierungsarbeiten muss die B 34 halbseitig gesperrt und der Verkehr im Baubereich unter Ampelregelung vorbei geleitet werden, wie die Kreisbehörde mitteilt. Da der Asphalt sowie die eingebaute Vergussmasse eine Auskühlungs- und Erhärtungszeit benötigen, sei es notwendig, die halbseitige Sperrung auch nachts aufrecht zu erhalten.

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