Schreiben ist für sie mehr als ein Hobby: „Es ist ein Drang, ein Muss damit verbunden und ich vergesse dabei Raum und Zeit“, sagt Gerry Meyer-Schierholz. Die Wahl-Waldshuterin hat nach dem Tod ihres Mannes das Schreiben für sich entdeckt. Nach der Mitte 2019 erschienenen Novelle „Zick-Zack“ ist jetzt ihr zweites Buch fertig: „Tanz der Tulpen“ heißt der Kurzroman, an dem sie rund ein Jahr lang gearbeitet hat.

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Wie schon in „Zick-Zack“, steht eine Frau im Mittelpunkt. In „Tanz der Tulpen“ fällt die verheiratete Protagonistin Karen nach der Feier ihres 45. Geburtstags in eine Sinn- und Lebenskrise. Ihre Strategie ist zunächst die der Flucht: Sie verweigert sich den Ansprüchen des Alltags und überlässt sich Träumereien und Erinnerungen an Männer, die ihr in ihrem Leben begegnet sind. In eingeschobenen Passagen werden diese früheren Begegnungen, darunter auch eine traumatische, abwechselnd mit dem gegenwärtigen Geschehen erzählt.

Wissenswertes rund um Buch und Autorin

Die titelgebenden Tulpen markieren Anfang und Ende des Buchs, das als Kunsttrick, den Leser gleich mit zwei Ausgangs-Versionen entlässt. Gerry Meyer-Schierholz ordnet ihr Buch in die „Schublade“ Unterhaltung mit Tiefgang ein. Sie hat wieder alles selbst gemacht, konnte dabei aber auf die Unterstützung – etwa zum Korrekturlesen – von Freunden und Bekannten zählen.

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Gerry Meyer-Schierholz wird auch ihr zweites Buch in Lesungen dem interessierten Publikum vorstellen. Ihr drittes Buch ist bereits in Arbeit. Es wird eine Sammlung von amüsanten Kurzgeschichten sein. „Wenn alles nach Plan läuft, wird es noch dieses Jahr fertig“, sagt die Autorin.