Was Sonja Zitlau aus Wehr auf dem Wochenmarkt in Waldshut anbietet, kommt fast ausschließlich von Bauern und Gärtnern aus der Region. Besonders viel bezieht sie aus dem Freiburger Raum vom Kaiserstuhl. Bis die einheimische Ernte beginnt, greift sie bei einigen Produkten auch gern auf Ware vom Freiburger Großmarkt zurück, beispielsweise bei Aprikosen oder Tomaten aus Frankreich.

Bei den Blumen hat sie nur einheimische Sorten vom Löwenmäulchen über Salbei bis zu Nelken, die als mehrjährige Blumen im Trend liegen würden. Sonja Zitlau führt weiter, was ihr Vater Egon Stammler begonnen hat. Er war einer der ersten, der nach Einrichtung der Waldshuter Fußgängerzone 1989 in der Kaiserstraße dort seinen Stand aufgeschlagen hat.

Das Sortiment hat sich nach Aussage von Sonja Zitlau seit damals wenig verändert, genauso wenig die Motivation. „Es macht mir einfach Spaß auf dem Markt zu verkaufen, sonst würde ich es nicht machen“, sagt sie. Dass sie zwei Mal die Woche um halb 5 Uhr aufstehen und kräftig anpacken muss, bis alles augenfällig auf dem Markt ausliegt, macht ihr nichts aus.

Meistens sind sie zu zweit oder dritt am Stand und ihr Mann hilft auch mit. Allerdings nicht vor Ort, sondern zuhause in Wehr im Büro. Wie alle Wochenmarkthändler hat sie Kunden, die seit vielen Jahren bei ihr einkaufen. Durch die Corona-Krise und die mit ihr verbundenen Maßnahmen und Auswirkungen für die Wochenmärkte lässt sie sich nicht entmutigen: „Man muss einfach immer irgendwie über die Runden kommen“, so Sonja Zitlau.

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