Will sie es besonders spannend machen oder fehlen ihr schlicht und einfach die Kandidaten? Erst am 22. März will die CDU bekannt geben, welche Kandidaten und Kandidatinnen sie ins Rennen für die Gemeinderatswahl in Waldshut-Tiengen am 26. Mai schickt. Nicht einmal eine Woche später läuft für die Parteien und Wählervereinigungen bereits die Abgabefrist für die Nominierungslisten statt. Reichlich spät wollen die Christdemokraten der Doppelstadt also mit ihren Kandidaten an die Öffentlichkeit gehen.

Inoffiziell heißt es aus CDU-Kreisen, dass sieben der zehn amtierenden Stadträtinnen und Stadträte nicht mehr antreten werden. Es ist daher anzunehmen, dass der Stadtverband Waldshut-Tiengen die Zeit bis zum 22. März intensiv nutzen will, um neue Gesichter für den Gemeinderat zu suchen oder die aktuellen Mitglieder zum Weitermachen zu überreden.

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Wer sich für das kommunalpolitische Geschehen interessiert, muss zu der Erkenntnis kommen, dass eine so große Zahl von Rückzügen eine erhebliche Zäsur darstellen würde. Es stellt sich die Frage, inwiefern neben Altersgründen weitere Ursachen eine Rolle spielen. Mehr Offenheit gegenüber den Wählerinnen und Wählern, die den Mandatsträgern ihre Stimme gegeben haben, wäre gewiss kein Schaden. So offen wie beispielsweise die langgedienten Stadträte Sylvia Döbele von der SPD und Alfred Scheuble von den Freien Wählern, die nach 35 beziehungsweise 20 Jahren im Gemeinderat dem Kommunalparlament den Rücken kehren wollen.

Warum gibt sich die CDU so bedeckt hinsichtlich ihrer Volksvertreter? Wenn es wirklich nur Altersgründe sind, kann man dies dem Wähler erklären. Schließlich ist es keine Schande, wenn Stadträte nach jahrzehntelanger Tätigkeit ihr Amt aufgeben wollen. Der zeitliche Aufwand für die Arbeit als Gemeinderat ist schließlich nicht gerade gering.

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Dass es schwierig sein kann, Kandidaten zu finden, muss ebenfalls keine Geheimsache bleiben. Auf der Suche nach Bewerbern für die Gemeinderatswahl hat der Ortsverband Waldshut-Tiengen der Grünen beispielsweise bereits zu zwei öffentlichen Veranstaltungen eingeladen. So viel Transparenz gegenüber den Bürgern könnte man von der Volkspartei CDU eigentlich auch erwarten.

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