Waldshut-Tiengen Waldshuter Narro-Zunft verabschiedet Fasnacht 2018 mit Wurstsalat und Böllern

Vor dem Waldshuter Rathaus geht der Narro lichterloh in Flammen auf. Letzte Reime und Pointen setzen Schlusspunkt unter eine gelungene Fasnacht 2018.

Flott war sie, die Waldshuter Fasnacht. Munter, spritzig und mit jeder Menge Witz. Das Ganze wie immer gut gewürzt mit Pointen, die saßen. Und, ja und mit einem Motto, das zunächst unbeachtet auf die närrischen Tage hinwies, dann beinahe zu einem Politikum wurde und am Ende dann, doch eher das war, was es eigentlich sein sollte – ein Fasnachtsmotto. Dem Narro war’s letztlich egal, ging er gestern Abend doch unter viel Wehklagen mit vielen Böllern gespickt vor dem Rathaus in hellen Flammen auf.

Und Jauchzen und Wehklagen zieht der Fackelzug die Waldshuter Kaiserstraße entlang, um dem Narro dem Feuertod zu übergeben. Bilder: Julian Kares
Und Jauchzen und Wehklagen zieht der Fackelzug die Waldshuter Kaiserstraße entlang, um dem Narro dem Feuertod zu übergeben. Bilder: Julian Kares | Bild: Kares Julian

Klar, dass die Reeperbahn auch beim Abgesang auf die Fasnacht 2018 noch einmal thematisiert wurde. Und das letzte Wort hatte, eine gute Tradition in Waldshut, der Zunftmeister der Waldshuter Junggesellenschaft 1468. Zunächst bei Wurstsalat im Rheinischen Hof, dann vom Rathausbalkon aus. An beiden Orten trug Werner Späth die Abschiedsworte des Waldshuter Narros vor. Und der Narro hatte in den vergangenen Monaten genau hingeschaut.

Junggesellenzunftmeister Werner Späth trägt auf dem Balkon des Rathauses die Abschiedsworte des Narro vor.
Junggesellenzunftmeister Werner Späth trägt auf dem Balkon des Rathauses die Abschiedsworte des Narro vor. | Bild: Julian Kares

Die großen wie auch die kleinen in der Stadt begangenen Fehltritte und Ausrutscher im vergangenen Jahr nahm der Narro zum Anlass, seinen Waldshutern charmanter, aber deutlich ins Gewissen zu reden. Späths Worte und das anschließend feurige Spektakel verfolgten auch Gäste aus Waldshut-Tiengens Partnerstadt Lewes in Südengland.

Scharfrichter Markus "Mörser" Müller wartet mit dem Kanister auf seinen Einsatz.
Scharfrichter Markus "Mörser" Müller wartet mit dem Kanister auf seinen Einsatz. | Bild: Julian Kares

Und nach den Reden trat Scharfrichter Markus „Mörser“ Müller in Aktion. Er entzündete den Narro, der kurz darauf lichterloh brannte und einen leuchtenden Schlusspunkt unter die Waldshuter Fasnacht des Jahres 2018 setzte. Und somit auch an dieser Stelle: Ein letztes Narri-Narro!

Die Wurstsalatesser lauschen Junggesellenzunftmeister Werner Späth, der die Abschiedsworte des Narro vorträgt. Bilder: Julian Kares
Die Wurstsalatesser lauschen Junggesellenzunftmeister Werner Späth, der die Abschiedsworte des Narro vorträgt. Bilder: Julian Kares | Bild: Kares Julian

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