Seit der Sanierung der Kolpingbrücke in Waldshut hat sich die Verkehrssituation in Waldshut weiter verschärft. Vor allem mittags und am späten Nachmittag bilden sich auf mehreren Straßen regelmäßig Staus. Die Hauptursache sei, dass die Kapazitätsgrenze der B 34 in diesen Zeiträumen nahezu regelmäßig ausgereizt sei, erklärt Ralph Albrecht, Leiter des Ordnungsamtes.

Die Stadt Waldshut-Tiengen befinde sich in einem ständigen Austausch mit den Straßenbaulastträgern von Bund und Land, um jede Optimierungsmöglichkeit zügig umzusetzen, heißt es in einem Schreiben. Dies gelte auch für die Ampelschaltungen durch Waldshut, für die das Straßenbauamt des Landkreises verantwortlich ist. So seien erst jüngst technische Fehler (fehlerhafte Kameras an den Ampelanlagen Badener Straße/B 34 und Bismarckstraße/B 34) entdeckt und optimiert worden. Die hieraus entstandenen längeren Grünphasen würden zu einem wesentlich besseren Verkehrsfluss auf der B 34 durch Waldshut beitragen, so die Verwaltung.

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So soll laut Stadtverwaltung eine Verkehrsentlastung funktionieren

Entlastung B 34

Verkehrsteilnehmer aus Fahrtrichtung Westen, also Bad Säckingen, die in den Norden der Stadt wollen (Kaufland, Bahnhof), sollen bereits über die Abzweigung B 500 weiter über die St. Blasier Straße/Gartenstraße/Von-Kilian-Straße/Friedrichstraße ihr Ziel anfahren. Dies sei besonders in der aktuellen Bauphase zur Sanierung der Kolpingbrücke erforderlich, um den Knoten rund um die Brücke zu entlasten. Diese Verkehrsführung ist darüber hinaus auch als offizielle Umleitung so ausgeschildert und sollte genutzt werden.

Umleitung folgen: Wer in Richtung Kaufland will, soll den Umleitungsschildern über die B 500 und dann in die St. Blasier Straße/Gartenstraße folgen.
Umleitung folgen: Wer in Richtung Kaufland will, soll den Umleitungsschildern über die B 500 und dann in die St. Blasier Straße/Gartenstraße folgen. | Bild: Duygu-D'Souza, Susann

Kein Reißverschlussverfahren

Wenn der Verkehrsteilnehmer an einer Ampelkreuzung (hier im Speziellen an der Kreuzung B 500/B 34) Grünlicht angezeigt bekommt, sei es für den Verkehrsfluss ungünstig, wenn unmittelbar nach der Kreuzung das Reißverschluss-Verfahren praktiziert wird und so dann nur sehr wenige Verkehrsteilnehmer die Kreuzung passieren können. Die Verkehrsteilnehmer der untergeordneten Straßen sind wartepflichtig und füllen ohnehin in den Rotphasen die B 34 ungehindert auf.

B 500/B 34: An der Kreuzung B 500/B 34 rät die Stadt Verkehrsteilnehmern, nicht das Reißverschluss-Verfahren zu praktizieren. Autos und Lastwagen von der B 500 könnten ungehindert auf die B 34 fahren, wenn die Ampel dort auf rot steht.
B 500/B 34: An der Kreuzung B 500/B 34 rät die Stadt Verkehrsteilnehmern, nicht das Reißverschluss-Verfahren zu praktizieren. Autos und Lastwagen von der B 500 könnten ungehindert auf die B 34 fahren, wenn die Ampel dort auf rot steht. | Bild: Duygu-D'Souza, Susann

Keine Abkürzung

Die Bismarckstraße soll in keinem Fall als Abkürzung zur Umfahrung der B 34 in Richtung Tiengen genutzt werden. Gerade in der aktuellen Bauphasen an der Kolpingbrücke führe dies in nahezu jedem Fall dazu, dass Verkehrsteilnehmer länger warten müssten, als wenn sie auf der B 34 bleiben würden.

Keine Abkürzung: Auf der Bismarckstraße bilden sich zur Mittagszeit und am Spätnachmittag Staus. Diese Strecke soll nicht als Abkürzung zur Umfahrung der B 34 genutzt werden.
Keine Abkürzung: Auf der Bismarckstraße bilden sich zur Mittagszeit und am Spätnachmittag Staus. Diese Strecke soll nicht als Abkürzung zur Umfahrung der B 34 genutzt werden. | Bild: Duygu-D'Souza, Susann

Abstand gering halten

Es sei weiter wichtig, den Abstand zum Vorausfahrenden möglichst gering zu halten. In einigen Fällen würden laut Stadt Lücken bis zu 100 Metern entstehen. In der Folge würde der Verkehrsfluss durch Waldshut deutlich gehemmt werden. Es sei zudem erforderlich, dass der Verkehrsteilnehmer immer aufmerksam ist und nicht – wie sich alltäglich zeige – aufgrund des Staus beispielsweise sein Mobiltelefon nutzt. Abgelenkte Verkehrsteilnehmer würden in vielen Fällen große Lücken zum Vorrausfahrenden haben und in den Grünphasen zu spät anfahren, wodurch diese nicht voll ausgenutzt werden und weniger Fahrzeuge als möglich die Kreuzung passieren können.

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Suchverkehr verringern

Verkehrsteilnehmer aus Fahrtrichtung Westen (Bad Säckingen) sollten – soweit verfügbar – die Tiefgarage am Viehmarktplatz anfahren, wenn sie als Besucher nach Waldshut-Tiengen fahren. Andersherum sollten die Verkehrsteilnehmer aus Fahrtrichtung Osten (Tiengen) das Parkhaus Kornhaus anfahren – soweit verfügbar. Auf diese Weise soll der Durchgangs- und Parksuchverkehr im Stadtzentrum deutlich verringert werden.

Von Westen: Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Westen (Bad Säckingen) kommen und in den Norden Waldshuts, also in Richtung Kaufland, wollen, sollen über die Abzweigung B 500 über die St. Blasier Straße/ Gartenstraße/Von-Kilian-Straße/ Friedrichstraße fahren.
Von Westen: Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Westen (Bad Säckingen) kommen und in den Norden Waldshuts, also in Richtung Kaufland, wollen, sollen über die Abzweigung B 500 über die St. Blasier Straße/ Gartenstraße/Von-Kilian-Straße/ Friedrichstraße fahren. | Bild: Duygu-D'Souza, Susann

Umfahrung über Kupferschmidstraße

Der Verkehrsteilnehmer aus Fahrtrichtung Osten (Tiengen) sollte spätestens beim Erkennen eines Staus auf Höhe der Banschacher Brücke (Abzweigung Kaitle) die dafür eingerichtete Umfahrung (Einbahnstraße über die Kupferschmidstraße) nutzen. Diese Umfahrung sei schneller, als im Stau auf der B 34 zu bleiben.

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Schmittenau über Zollkreuzung anfahren

Verkehrsteilnehmer aus Fahrtrichtung Osten (Tiengen), deren Fahrtziel sich in der Schmittenau befindet, sollten die Schmittenau – soweit aufgrund der Verkehrslage zumutbar – über die Zollkreuzung anfahren. Auf diese Weise könne die Belastung der Ampelanlage (B 34/Badener Straße), die in vielen Fällen Auslöser für Stau durch Waldshut ist, minimiert und ein besserer Verkehrsfluss von Waldshut nach Tien-
gen ermöglicht werden.

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