Verunsicherung herrschte heute Morgen kurz vor 8 Uhr am Waldshut Zoll. Immer wieder wurden Polizeibeamte auf deutscher Seite gefragt, ob die Grenzen wirklich für den Pendlerverkehr offen bleiben. „Nach unserem Stand ja“, antwortet ein Polizeibeamter einem Mann, der in der Schweiz arbeitet. Die Polizeibeamten seien an diesem Morgen schon oft danach gefragt worden.

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Grenzschließung um 8 Uhr

Und dann war es soweit: Pünktlich um 8 Uhr kontrollierten Polizeibeamte am Waldshuter Zoll den Einreiseverkehr nach Deutschland. Wer keinen triftigen Grund hatte und beispielsweise nur zum Einkaufen nach Deutschland kommen wollte, wurde direkt an der Grenze zum Umkehren aufgefordert. In den ersten paar Minuten mussten drei Autofahrer deshalb umkehren. Der Einreiseverkehr in die Schweiz dagegen verlief ganz normal.

Dieser BMW-Fahrer aus der Schweiz war der erste, der am Montagmorgen von den Polizeibeamten aufgefordert wurde, wieder zurück in die Schweiz zu fahren.
Dieser BMW-Fahrer aus der Schweiz war der erste, der am Montagmorgen von den Polizeibeamten aufgefordert wurde, wieder zurück in die Schweiz zu fahren. | Bild: Duygu-D'Souza, Susann

Die letzten Einkaufstouristen

Auch Einkaufstouristen aus der Schweiz haben heute Morgen vor 8 Uhr noch schnell ein paar Besorgungen erledigt, bevor die Grenzen geschlossen werden. So wie ein Deutscher, der im schweizerischen Turgi lebt und regelmäßig nach Waldshut zum Einkaufen kommt. „So wie ich haben es heute Morgen noch einige Menschen gemacht, die in der Schweiz leben. Leider wurden die Ausfuhrscheine nicht mehr abgestempelt. Aber immerhin konnte ich noch einkaufen gehen“, sagt er.

Montagmorgen kurz vor 8 Uhr haben einigen Einkaufstouristen aus der Schweiz noch ein paar Einkäufe in Waldshut-Tiengen erledigt. So wie ein Deutscher, der im schweizerischen Turgi lebt. „Es waren heute Morgen noch viele Schweizer vor der Grenzschließung zum Einkaufen nach Deutschland gekommen“, sagt er. Allerdings ärgert er sich darüber, dass der Zoll die Grünen Zettel nicht mehr abgestempelt hat. Bild: Susann Duygu-D‘Souza
Montagmorgen kurz vor 8 Uhr haben einigen Einkaufstouristen aus der Schweiz noch ein paar Einkäufe in Waldshut-Tiengen erledigt. So wie ein Deutscher, der im schweizerischen Turgi lebt. „Es waren heute Morgen noch viele Schweizer vor der Grenzschließung zum Einkaufen nach Deutschland gekommen“, sagt er. Allerdings ärgert er sich darüber, dass der Zoll die Grünen Zettel nicht mehr abgestempelt hat. Bild: Susann Duygu-D‘Souza | Bild: Duygu-D'Souza, Susann
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Leere Parkhäuser

10 Uhr im Waldshuter Kornhausparkhaus: Wo es sonst an einem Montag um dieses Tageszeit kaum mehr freie Stellplätze gibt, herrscht nahezu gähnende Leere. Vor allem in den unteren und oberen Etagen ist das Parkhaus mehr oder weniger verwaist. Im mittleren Bereich stehen zwar Autos, aber fast ausschließlich mit einheimischen Kennzeichen. Schweizer Fahrzeuge sind aufgrund der Grenzschließung nur vereinzelt zu sehen.

Im Kornhausparkhaus befinden sich zahlreiche leere Stellflächen.
Im Kornhausparkhaus befinden sich zahlreiche leere Stellflächen. | Bild: Juliane Schlichter

Restaurant schließt

Weil die Schweizer Gäste ausbleiben, haben bereits einzelne Restaurants in Waldshut geschlossen. So informiert beispielsweise das asiatische Restaurant Fuya in der Eisenbahnstraße mittels Aushang, dass das Lokal bis auf Weiteres geschlossen bleibt. „Schon seit einiger Zeit kommen weniger Gäste“, sagt Mitinhaber Yihang He gegenüber dem SÜDKURIER.

Nachdem am Sonntagabend bekannt wurde, dass die Grenzen ab Montag geschlossen werden, hätten er und seine Mitarbeiter sich „schweren Herzens entschlossen, den Betrieb unseres Restaurants für einige Zeit zu schließen, bis die Lage sich stabilisiert hat“.

Das Restaurant Fuya in der Waldshuter Eisenbahnstraße informiert seine Gäste mit einem Aushang, dass es bis auf Weiteres geschlossen hat.
Das Restaurant Fuya in der Waldshuter Eisenbahnstraße informiert seine Gäste mit einem Aushang, dass es bis auf Weiteres geschlossen hat. | Bild: Juliane Schlichter
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