Franz hatte der Bürgermeisterin im Juni zweimal in öffentlichen Gemeinderatssitzungen „schäbiges Verhalten“ vorgeworfen. Sie habe Paul im Vorfeld von dessen Kandidatur nicht auf etwaige Probleme aufmerksam gemacht, so Franz. Nun äußert sich Fuchs in einem offenen Brief, der in der aktuellen Ausgabe des kommunalen Mitteilungsblatts veröffentlicht wurde, zu der Angelegenheit – und greift ihrerseits sowohl Franz wie auch die anderen Mitglieder des Gemeinderats scharf an.

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Sie habe als Bürgermeisterin gehandelt, „wie ich laut Gemeindeordnung handeln musste“, schreibt Fuchs. „Dass ich im Nachgang hierfür übelste Beschimpfungen aus der Reihe des Gemeinderats erfahre, welchem wegen oberflächlicher Prüfung ein gravierender Fehler unterlaufen ist, war eine bittere und schmerzliche
Erfahrung für mich.“

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Ohne Franz beim Namen zu nennen, erklärt Fuchs über ihn: „Er hat mich schon mehrmals in Gemeinderatssitzungen öffentlich diffamiert und beleidigt. Sein Verhalten spricht für das Krankheitsbild Narzissmus. Sein lächerlicher Abgang während der öffentlichen Abschiedssitzung im Gemeinderat zeugt davon.“

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Bemerkenswert im negativen Sinne sei allerdings, dass neun weitere Gemeinderäte diese Herabwürdigungen teilnahmslos hingenommen hätten, so Fuchs weiter. „Das zeugt von Respektlosigkeit. Statt den Fehler zuzugeben und somit Verantwortung als Gemeinderat zu übernehmen, hatte man mit allen Mitteln eine Schuldige gesucht“, so Fuchs. „Ich bin über die mehrmals erfolgte Respektlosigkeit sehr enttäuscht, werde jedoch dieses Benehmen verzeihen – aber ich werde nicht vergessen.“

Wassermeister durfte zwar kandidieren, nach der Wahl aber sein Amt nicht antreten

Zum Hintergrund: Wassermeister Wolfgang Paul hatte im Mai auf der Liste der Freien Wähler erfolgreich für den Gemeinderat kandidiert. Wegen einer entsprechenden Bestimmung in der Gemeindeordnung konnte er dieses Amt aber nicht antreten. Während Fuchs bereits Anfang Juni erklärte, dass den Freien Wählern die Problematik von Pauls Kandidatur bekannt gewesen sei, erklärten FW-Vertreter, insbesondere aber Franz, die Bürgermeisterin hätte Paul im Vorfeld der Kandidatur die Schwierigkeiten deutlich benennen müssen.

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