Die Lockerungen während der Corona-Pandemie lassen auch in der Seelsorgeeinheit Eggingen-Stühlingen Heilig Kreuz allmählich entspanntere Gottesdienste zu, dennoch müssen die Abstands- und Hygieneregeln bis auf weiteres eingehalten werden.

  • Gottesdienste: In der ersten Sitzung mit dem neuen Pfarrgemeinderat erläuterte der Leiter der Seelsorgeeinheit Pfarrer Karl-Michael Klotz vor allem für die neuen Pfarrgemeinderäte die aktuelle Vorgehensweise der Gottesdienst-Feiern in den Kirchen der Seelsorgeeinheit und ließ Raum für Änderungswünsche: „Ist das so stimmig für Sie?“ An jedem Sonn- und Feiertag finden die Gottesdienste in Eggingen und Stühlingen statt, alternierend sonntags die Kirchen in Eberfingen, Bettmaringen und Weizen, demnächst kommt Mauchen dazu und Lausheim sowie Schwaningen werktags. Da die Kirchen in Grimmelshofen, Wangen und Blumegg zu klein sind und zu wenig Plätze durch die Abstandsregelungen verfügbar sind, stehen diese nur zu Taufen im Familienkreis zur Verfügung.
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  • Personelle Situation: „Beide Pensionäre sind stark mit eingebunden“, sowohl Pfarrer i.R Hans-Jürgen Allgaier als auch Pfarrer i.R. Bernd Zimmermann zelebrieren noch immer die Gottesdienste mit. Im Kapuzinerkloster Stühlingen ist Bruder Stephan Schweitzer der einzige Priester, in Wutöschingen ist er sehr engagiert mit dabei. Pater Gotthard Veith ist überraschend schnell verstorben. Vor Ostern erkrankt, zog der 79-Jährige ins Kloster nach Münster und verstarb dort am 19. Mai. Ab August gibt es im Kloster drei Priester, die auch die Vertretung übernehmen. „Das ist eine Vorübung auf das, was kommen wird“, spricht Pfarrer Karl-Michael Klotz die Pastoral 2030 an, „dann haben wir nicht genügend Priester. Auf Manuela Koblbauers Frage, wie lange die Hygieneregeln gelten, lautete die Antwort des Pfarrers: „Bis ein Impfstoff kommt.“ Die bestellten Hygienespender lösen die angespannte Personalsituation, dann genügt ein Helfer statt der zwei bis drei. Wieder aufgenommen werden soll das Rosenkranzgebet in Stühlingen und Schwaningen, falls das Angebot wahrgenommen wird. Eberfingens Mesnerin Barbara Maier zufolge werde es dort sehr gut angenommen.
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  • Die Patrozinien, beginnend mit Eberfingen am kommenden Sonntag, sollen hervorgehoben werden. Nicht praktikabel ist zwar das Singen im Chor, bei dem drei Meter Abstand gefordert sind. Doch Einzelpersonen dürfen singen und musizieren, hier nannte Pfarrer Karl-Michael Klotz Beispiele aus den vergangenen Gottesdiensten.
  • So hatte auch Familie Armbruster zu viert den Gottesdienst in Stühlingen musikalisch umrahmt. Aktuell gibt es sehr viele Taufen. Mit über 40 Beerdigungen in der ersten Jahreshälfte sind es mehr als in einem Jahr, wenn man den Durchschnitt der letzten Jahre als Maßstab anlegt; diese haben aber nichts mit einer Erkrankung an Covid-19 zu tun.
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  • Pastoral 2030: Eine Abstimmung über die Vorschläge der künftigen Größe der Seelsorgeeinheit erfolgte nach kurzer Diskussion. Vorschlag eins lautet, das Dekanat Waldshut als eine Seelsorgeeinheit mit 84.539 Gläubigen aus 68 Pfarreien zu bilden. Bei Vorschlag zwei wird in etwa halbiert, und die 4.394 Katholiken der aktuellen SE Eggingen-Stühlingen Heilig Kreuz bilden zusammen mit sieben anderen SE eine Kirchengemeinde mit insgesamt 45.343 Gläubigen. 13 der Pfarrgemeinderäte stimmten für Vorschlag zwei, es gab zwei Enthaltungen.

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