Neue Lebensräume für die Fauna und Flora, Erholungsgebiet und Hochwasserschutz für die Menschen und Anwohner zu schaffen, das war das gemeinschaftliche Ziel des Kantons Schaffhausen und dem Regierungspräsidium Freiburg, bei der Renaturierung der Wutach. Auf einer Strecke von 1,75 Kilometer, wird zwischen dem Wiizemer Steg und den Sportanlagen des SV Stühlingen, der Fluss wieder in seinen naturnahen Zustand versetzt. Mit dem symbolischen Spatenstich durch Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, dem Schaffhauser Regierungsrat Martin Kessler, Landrat Martin Kistler, dem Stühlinger Bürgermeister Joachim Burger und sein Schleitheimer Amtskollege Hans-Rudolf Stamm sind nun auch die dafür notwendigen Bauarbeiten auf deutscher Seite gestartet worden.

  • „Dieses Projekt ist ein wunderbares Beispiel für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit, sagte Bärbel Schäfer „wobei uns die Eidgenossen in Sachen Tempo um einiges Voraus waren, erläuterte sie weiter. Die Arbeiten auf der Schweizer Seite sind bereits seit 2014 abgeschlossen. Dies war dem Umstand zu verdanken, dass das Unternehmerpaar Tenger mit ihrer Stiftung, die für die Maßnahmen erforderlichen Grundstücke gekauft und dem Kanton Schaffhausen kostenlos zur Verfügung gestellt hatten.
Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer
Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer | Bild: Rolf Sprenger
  • Martin Kessler betonte die Rolle des Ehepaars Samuel und Gertrud Tenger, die im Jahr 2004 den Anstoß für das Projekt gegeben hatten: „Dank dem Kauf von 11 Hektar Land, hat die Tenger-Stiftung dieses Projekt erst möglich gemacht.
Schaffhauser Regierungsrat Martin Kessler
Schaffhauser Regierungsrat Martin Kessler | Bild: Rolf Sprenger
  • Landrat Martin Kistler betonte: „Mit dieser Renaturierung zeigen wir, dass sich Natur- und Umweltschutz lohnt. Die Ergebnisse können sich jetzt schon sehen lassen. Ein Stück natürlicher Lebensraum ist schon zurückgekehrt. Dadurch wurde Erholungsraum geschaffen und gleichzeitig etwas für den Hochwasserschutz getan.
Landrat Martin Kistler
Landrat Martin Kistler | Bild: Rolf Sprenger
  • Bürgermeister Joachim Burger hob besonders hervor, dass dies eine weitere Aufwertung der Urlaubsregion Stühlingen sei. Einen kleinen Seitenhieb auf die Regierenden in Berlin und Bern konnte sich der Bürgermeister nicht verkneifen: „Die Zusammenarbeit mit unseren Kollegen aus der Schweiz, die dieses Projekt begleiten, sollte als Beispiel dienen, wie man man grenzüberschreitend, freundschaftlich und zielorientiert zusammenarbeiten kann.
Bürgermeister Joachim Burger
Bürgermeister Joachim Burger | Bild: Rolf Sprenger

Bereits im März 2021 sollen die Bauarbeiten auf der deutschen Seite abgeschlossen sein. Danach soll sich die Wutach ihren Lebensraum wieder selbst erschaffen. Ein Blick auf die Schweizer Seite zeigt, dass schon nach wenigen Jahren kaum mehr erkennbar ist, dass hier der Mensch Hand angelegt hat.

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