Geschichte

Die Bahnstrecke zwischen Oberlauchringen und Immendingen wurde als Alternative zur Verbindung von Basel nach Kostanz gebaut. Getrieben war dieser Bau von der Angst, dass die Schweiz im Kriegsfalle die Strecke sperren würde.

Gebaut wurde sie in nur drei Jahren von 1887 bis 1890. Die Strecke von Oberlauchringen bis Stühlingen wurde 1875 gebaut, ein Jahr später reichte die Strecke bis Weizen.

Um von Weizen nach Blumberg zu kommen, mussten rund 25 Kilometer Gleise bei einer Steigung von 24 Prozent verlegt werden.

In nur vier Jahren wurde dieser Streckenabschnitt bis nach Immendingen vollendet. Noch bis in die 1960er Jahre hatten Bundeswehr und Nato Interesse, die Wutachtalbahn aus strategischen Erwägungen zu erhalten. 1971 wurde der westliche Teil stillgelegt.

Bahnbetreiber

Die Bahnbetriebe Blumberg haben mit den Gemeinden Wutöschingen, Eggingen, Stühlingen und Blumberg großes Interesse daran, den Betrieb der Wutachtalbahn wieder attraktiv zu machen.

Derzeit verkehrt der Zug an Schultagen mehrmals täglich zwischen Waldshut und Eggingen. Die Strecke dient auch als Zubringer für die „Sauschwänzlebahn“.

Heute nutzen rund 100 000 Fahrgäste jährlich von April bis Oktober die „Sauschwänzlebahn“. Inzwischen gibt es auch Fahrten im Advent. Durch ihre Streckenlänge von 25 Kilometern ist sie die längste Museumsbahn Deutschlands.

Neuer Fahrplan

Ab den 16. Dezember werden acht Zugverbindungen von Waldshut nach Stühlingen und umgekehrt angeboten. Die Abfahrtszeiten von Montag bis Freitag an Schultagen in Waldshut sind: 7.04, 11.22, 13.22 und 15.22 Uhr.

In umgekehrter Richtung starten die Züge in Stühlingen um 7.52, 12.12, 14.28 und 16.15 Uhr. Die Fahrzeit beträgt zwischen 34 und 41 Minuten. Die Züge halten in Tiengen, Lauchringen West, Wutöschingen, Eggingen und Stühlingen.

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