Am Samstag wurde in Rickenbach ein Jubiläum gefeiert: Zum 11. Mal hatten die Hotze-Hüüler und die Feuerwehrabteilung Rickenbach-Altenschwand zum Ställfäscht Oben Er eingeladen. Nach einem Umzug mit 15 Fasnachtsgruppen und Guggenmusiken durch den Ort und dem Stellen des Narrenbaums startete ein Guggenmusik-Marathon.

Technik: Der Narrenbaums wurde mit Maschinenkraft aufgestellt.
Technik: Der Narrenbaums wurde mit Maschinenkraft aufgestellt. | Bild: Christiane Sahli

Vor einigen Jahren hatte der Musikverein Rickenbach das Stellen des Narrenbaum reaktiviert, vor elf Jahren stiegen die Hotze-Hüüler und die Wehr ein und luden erstmals zur Ställfäscht ein. Damals zogen nur der Musikverein, mit dem die Rickenbacher Guggenmusik seit vielen Jahren eng zusammenarbeitet, und der Narrenbaum durch den Ort. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Gruppen dazu. Das Ställfäscht sei stets bei jedem Wetter durchgeführt worden, seien es minus 20 Grad, Schnee, Regen oder Sonnenschein, sagte Urs Vogel von den Hotze-Hüülern. Und so hieß es auch auf bei einem beim Umzug mitgeführten Schild: „Elf Johr dem Wetter getrotzt d‘Fasnacht im Dorf aufgemotz.“ In diesem Jahr hatten die Organisatoren Glück mit dem Wetter. Am Nachmittag schien die Sonne, am Abend wurde es allerdings empfindlich kalt.

Prost: Die Umzugsteilnehmer sorgten gut für die Zuschauer.
Prost: Die Umzugsteilnehmer sorgten gut für die Zuschauer. | Bild: Christiane Sahli

15 Gruppen hatten sich am Samstag zum Umzug eingefunden. Da zogen neben einigen Guggenmusiken Rinder, Hexen, Wölfe, Damönen und sogar ein Zirkus mit einem von einem Elefanten gezogenen Wagen durch den Ort. Aber so schaurig, wie viele von ihnen aussahen, waren die Gestalten gar nicht. Für die Kinder hatten sie Süßes dabei, für die Erwachsenen gab es mehr oder weniger Hochprozentiges. Und natürlich durfte auch jede Menge Konfetti nicht fehlen, wer Glück hatte, bekam nur eine Ladung der kleinen Papierstücke ins Gesicht. Wer Pech hatte, wurde gepackt, in einen Zuber mit Konfetti gesteckt und nach Strich und Faden eingeseift.

Schräg: Guggenmusik gab es non-stop, den Angang machten die Hotzenguggi Herrischried.
Schräg: Guggenmusik gab es non-stop, den Angang machten die Hotzenguggi Herrischried. | Bild: Christiane Sahli

Den Abschluss des Zuges machte der Narrenbaum, der auf dem Dorfplatz mit Maschinenkraft und Manpower aufgerichtet wurde. Der Musikverein und die zahlreichen Zuschauer schunkelten dabei das Narrenbaumstellen ein.

Schaurig: Umzugsteilnehmer des Ställfäschts.
Schaurig: Umzugsteilnehmer des Ställfäschts.

Anschließend ging die Party dann richtig los. 16 Guggenmusiken aus der näheren und weiteren Umgebung gaben sich im Dreiviertelstundentakt auf der Freilufttribüne ein Stelldichein. Zur „Primetime“ gegen 20 Uhr hatten die gastgebenden Hotze-Hüüler ein Heimspiel. Im Festzelt konnte man sich aufwärmen, heiße und kalte Getränke genießen oder sich an Gegrilltem gütlich tun. Bis tief in die Nacht, die letzte Guggemusik hatte ihren Auftritt gegen ein Uhr, wurde fröhlich gefeiert.

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