Mit einem weinenden und einem lachenden Auge wird Stefanie Böhler (31), die seit beinahe fünf Jahren das „Lerchenstüble“ im Siedlerweg 15 von Laufenburg geführt hat, am Montag, 23. Dezember, letztmalig ihre Gäste bewirten. Dann ist endgültig Schluss. 

Sie hat zunächst zwei Jahre lang die Bewirtung, die sie im Sinne von Lotti Lerch weiter geführt hat, zusammen mit ihrer Mutter, Angelika Beckmann-Böhler, vorgenommen. Ab September 2016 führte sie das „Lerchenstüble“ allein. Dabei ist sie in der Woche 50 bis 60 Stunden mit der Gastronomie beschäftigt. Ihr zur Seite stehen zwei Aushilfen, die ihr in den Stoßzeiten helfen, die, falls die Chemie stimmt, auch dem neuen Pächter aushelfen würden.

Ende Dezember nimmt die Wirtin Abschied vom „Lerchenstüble“ in Laufenburg. Der Abschied von vielen Stammgästen, die vor allem aus Laufenburg, Binzgen und Niederhof, aber auch aus der grenznahen Schweiz kommen, fällt ihr allerdings schwer.
Ende Dezember nimmt die Wirtin Abschied vom „Lerchenstüble“ in Laufenburg. Der Abschied von vielen Stammgästen, die vor allem aus Laufenburg, Binzgen und Niederhof, aber auch aus der grenznahen Schweiz kommen, fällt ihr allerdings schwer. | Bild: Reinhard Herbrig

Das weinende Auge betrifft der Abschied von vielen lieb gewordenen Stammgästen, die vor allem aus Laufenburg, Binzgen und Niederhof, aber auch aus der grenznahen Schweiz das „Lerchenstüble“ regelmäßig aufsuchen, um die von „Lotti„ eingeführten Hähnchen zu verspeisen oder sich einfach bei einem Bier zu ihr an den Stammtisch setzen. Dabei kam es zu vielen sozialen Kontakten, die durch die gemütliche Atmosphäre, die im „Lerchenstüble“ herrscht, gefördert werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Das lachende Auge betrifft die Möglichkeit, in Zukunft bei einer Tätigkeit, die nicht im Gastgewerbe sein wird, wieder mehr zu sich selbst zu finden und mehr mit der Familie und Freunden zusammen zu sein. Als gelernte Restaurant-Fachfrau wird sie sicher, ab und zu mal am Wochenende in einer Gastwirtschaft aushelfen, ansonsten jedoch nicht in der Branche arbeiten. Ihre Sporen hat sie sich nach der Ausbildung im „Badischen Hof“ in Haltingen, dem „Hirschen“ in Bad Bellingen und dem „Adler“ in Schliengen, verdient.

Sie freut sich bis zum Montag, 23. Dezember, noch viele (Stamm-) Gäste begrüßen zu können, mit denen sie dann noch mal ordentlich feiern möchte. Das Lokal, das für 60 Personen Platz bietet, war in der vergangenen Zeit immer voll besetzt, so dass eine Tischreservation nötig ist, wenn man zum Essen kommen will.

Wie der Besitzer des „Lerchenstüble“ Heinz Rümmele aus Sisseln/CH auf Anfrage mitteilte, soll das Lokal auch im neuen Jahr in ähnlicher Weise weiter geführt werden. Er ist mit einem neuen Pächter bereits in Verhandlung. Ob die Weiterführung gleich im Januar sein wird, konnte er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Es wird jedoch keine größeren Renovierungsarbeiten geben. Diese finden möglicherweise im Sommer statt.