„Am Anfang der Corona-Krise wusste von uns niemand, wie wir als Taxifahrer mit der Situation umgehen sollen“, sagt Marie-Luise Eichkorn, die bereits seit fünf Jahren Kunden für die Taxizentrale Lauchringen von A nach B fährt. Ihre Chefin Claudia Mertineit fügt hinzu: „Uns wurden zwei Optionen gegeben. Entweder den Schutz vor Corona durch eine Scheibe selbst in den Taxis anbringen, oder die Lüftung auslassen und mit Mund-Nasen-Schutz fahren.“

Das sei bei sommerlichen Temperaturen eine schwierige Entscheidung gewesen, erklärt Mertineit. Entschieden habe sie sich dennoch gegen die Schutzscheiben in den Fahrzeugen.

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Seit April gelte die Maskenpflicht im Taxi. Anfangs noch bekam Marie-Luise Eichkorn die Frage oft zu hören, ob bei ihr im Auto eine Maske Pflicht bestehe. Mittlerweile hat die 61-Jährige einen anderen Eindruck: „Die Menschen wissen langsam, wie wichtig die vorgeschriebenen Maßnahmen sind und haben immer schon eine Maske parat.“ Probleme oder Streit wegen dem Tragen einer Maske seien in ihrem Taxi noch nie vorgekommen.

Neben der Maskenpflicht hat sich während des Lockdowns viel im Taxigeschäft verändert. Als die Grenzen geschlossen waren, habe der Zoll deutsche Taxifahrer nicht mehr zum Flughafen nach Zürich fahren lassen.

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Wenn überhaupt noch ein Grenzübertritt möglich war, sah er für Gäste der Taxizentrale Lauchringen folgendermaßen aus: Sie mussten mit einem Schweizer Taxiunternehmen vom Flughafen an die Grenze fahren, von dort zu Fuß und mit Gepäck auf die deutsche Seite laufen „und erst dort konnten wir sie dann zu ihrem eigentlichen Ziel bringen“, erklärt Claudia Mertineit unserer Zeitung im Gespräch.

Ein anderes Problem waren die langen Wartezeiten, die Taxifahrer häufig bei Krankenhausfahrten haben. Dort seien die Toiletten während des Lockdowns für Besucher oftmals geschlossen gewesen. Bei einem Aufenthalt von bis zu sechs Stunden wurde das zu einem echten Problem: „Manche Fahrer haben deswegen angefangen nichts mehr zu trinken“, so Claudia Mertineit, Inhaberin der Taxizentrale Lauchringen.

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Die Zentrale tue alles dafür, ihren Kunden auch in dieser ungewöhnlichen Situation ein Gefühl der Sicherheit zu geben. Das mache sich an den aktuell steigenden Fahrgastzahlen bemerkbar. Die Fahrpreise in ihrem Unternehmen sind trotz der Krise gleich geblieben.

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