Die neue Corona-Verordnung zum Bäder-Betrieb ist seit dem 1. Juli in Kraft. Viele Verantwortliche hatten gehofft, dass die drastischen Hygiene-Vorgaben für einen Freibad-Betrieb gelockert werden. Doch dies ist nicht eingetreten. Die bisherigen Vorschriften wurden bestätigt und um einschneidende Regelungen für die Beschäftigten ergänzt. Vor diesem Hintergrund wird das Freibad Lauchringen in diesem Sommer nicht mehr geöffnet.

Schwere Entscheidung

„Wir haben uns die Entscheidung nicht einfach gemacht. Aber: Die Personen-Beschränkung, die Abstandsregeln, die festgelegten Zeitintervalle, die fortwährende Reinigung und Desinfektion von Handläufen und Berührungsflächen sowie in den Barfuß-, Sanitär- und Umkleidebereichen, die Kontaktdaten-Erhebung, außerdem das zahlenmäßig erhebliche zusätzliche Personal, das die Einhaltung der Regeln kontrollieren muss und nur in festen Teams Dienst tun darf – dies alles in Summe ist zu viel“, betont Bürgermeister Thomas Schäuble.

Aufwand nicht zu stemmen

Die Gemeinde könne den Aufwand in dieser Form nicht stemmen. Dies sei bedauerlich, weil für viele Personen der Urlaub in diesem Jahr zuhause stattfinden wird. Aber die Gemeinde stehe in der Verantwortung, dass die Vorgaben hygienetechnisch und haftungsrechtlich umgesetzt und kontrolliert werden. „Der Gesundheitsschutz hat dabei immer Vorrang, denn die Ansteckungsgefahr ist eben leider noch immer nicht gebannt“, so Thomas Schäuble.

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Die Landesregierung machte schon Ende Mai, als sie erste Lockerungen ankündigte, klar, dass es 2020 keinen regulären Badebetrieb gebe. Mit der Möglichkeit, die Bäder am 6. Juni wieder zu öffnen, legte sie einen strengen und umfangreichen Katalog mit Maßnahmen und Vorschriften vor.

Ende Mai besteht noch Hoffnung

Die Gemeindeverwaltung bat um Geduld und formulierte: „Für uns wird es entscheidend sein, wie diese Auflagen aussehen werden. In Abhängigkeit davon wird sich dann entscheiden, ob eine Öffnung des Bades sinnvoll und verhältnismäßig ist.“

Bis dato bestand noch die vage Hoffnung, dass die Gemeinde die Badesaison noch eröffnen kann. Allerdings verwies Schäuble schon vor einem Monat auf den Riesenaufwand. Als frühest möglichen Öffnungstermin nannte er den 1. Juli.

Dabei sollte in diesem Jahr, pünktlich zum Saisonstart, die neue Attraktion, die neue, 78 Meter lange Riesenrutsche, in Betrieb gehen. Darauf müssen die Badefreunde nun bis zum nächsten Jahr warten.

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