Mit 285 Neuinfektionen wurden am Freitag, 7. Dezember, eine der höchsten Corona-Fallzahlen seit Beginn der Pandemie übermittelt. Dies liegt laut Mitteilung des Landratsamt zum Teil an verzögerten Meldungen durch den Feiertag. Unabhängig davon ziehe aber auch die Infektionsdynamik wieder merklich an.

In den vergangenen beiden Tagen wurden von den Laboren 180 weitere Omikron-Verdachtsfälle gemeldet. Insgesamt gibt es im Landkreis damit rund 220 bekannte Omikron-Verdachtsfälle. Bei diesen Verdachtsfällen müssen die Gesundheitsämter die Kontakte nachverfolgen. Der erste Fall der Omikron-Variante im Kreis Lörrach wurde am 17. Dezember bestätigt.

Verdacht auf Omikron-Ausbruch im Pflegeheim

Zudem gibt es im Landkreis Waldshut einen Verdacht auf einen Ausbruch mit der Omikron-Variante. Laut Landratsamt wurden 17 Personen positiv getestet – sowohl Bewohner als auch Mitarbeiter. Bei bisher zwei der Infizierten besteht der Verdacht auf die Omikron-Variante, teilt das Landratsamt weiter mit. „Die meisten Personen waren doppelt geimpft, drei Bewohner bereits geboostert. Alle Personen zeigen bisher asymptomatische bis milde Verläufe.“

Laut Dr. Viviane Moersig, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts des Landkreises, sei diese Entwicklung nicht überraschend: „Auch wenn es viele Anzeichen gibt, dass die Omikron-Variante individuell oftmals zu weniger schweren Verläufen führen kann, besteht durch die sehr viel höhere Ansteckungsrate dieser Variante trotzdem zu befürchten, dass es durch die hohe Zahl an Infektionen zu einer besonderen Belastung der Krankenhäuser kommen kann.“

Das könnte Sie auch interessieren

Um dem entgegenzuwirken, bleibe die Impfung ein wesentlicher Pfeiler. „Auch wenn der Schutz vor Ansteckung bei Omikron mutmaßlich geringer ist als bei Delta, so schützt die Impfung weiterhin gut vor schweren oder tödlichen Verläufen, die vor allem bei ungeimpften Personen um ein vielfaches häufiger beobachtet werden“, wird Viviane Moersig in der Mitteilung zitiert.

Appell zur Corona-Impfung

Durch die Booster-Impfung, die mittlerweile bereits nach drei Monaten möglich ist, könne dieser Schutz nochmals deutlich gesteigert werden. Die stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts des Landkreises appelliert daher zur Impfung: „Bitte nutzen Sie daher die Angebote, sich impfen zu lassen, sei es bei Ihrem Hausarzt oder auch beim Impfteam des Landkreises. Davon unabhängig gilt: Angesichts der ansteckenderen Omikron-Variante bleibt es für alle wichtig, Kontakte zu reduzieren und weiter die Hygieneregeln – Maske, Abstand, Lüften, Handhygiene – zu beachten.“

Das könnte Sie auch interessieren