Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Landkreis Waldshut fordert von Kultusministerium und Landratsamt einen besseren Schutz von Lehrern und Schülern. Wie aus einer Studie des RKI hervorgehe, tragen Lehrer ein deutlich höheres Risiko, sich zu infizieren, als der Durchschnitt der Bevölkerung. Schüler stellen laut RKI einen wesentlichen Teil des Infektionsgeschehens dar, so die GEW.

In den Grundschulen gilt nach wie vor keine Maskenpflicht, daher stünden den Lehrern auch keine Masken vom Land zu. „Wir fordern das Kultusministerium und Landratsamt auf, auch Grundschullehrkräften bei diesen hohen Fallzahlen FFP2-Masken zur Verfügung zu stellen, um sie entsprechend zu schützen. Sie leisten herausragende Arbeit, betreuen große Klassen und müssen ihre Masken selber bezahlen – das kann nicht sein! Arbeitsschutz sieht anders aus!“, äußert Arne Scharf, Vorsitzender der GEW Waldshut.

Mehr Möglichkeiten bei der Unterrichtsgestaltung

„Präsenzunterricht ist selbstverständlich zu bevorzugen, doch wo es lokal nötig ist, muss auch unterhalb des Grenzwertes einzelnen Schulen die Möglichkeit eingeräumt werden, auf Wechsel-, Hybrid- oder phasenweise auch Fernunterricht umzustellen. Der Schutz für Lehrer sowie Schüler muss Vorrang vor dem Präsenzunterricht haben“, so Anika Bächle, ebenfalls Vorsitzende der GEW Waldshut.

Schulen und auch Kitas brauchen nach Ansicht der GEW vom Land ein Konzept, ab welchen Inzidenzwerten welche Maßnahmen getroffen werden müssen. „Es gibt bisher leider keine klaren Konzepte, weder vom Kultusministerium noch vom Landratsamt. Das einzige Konzept ist Lüften, und das bei Minusgraden“, stellt Benita Hasselblatt, mit Arne Scharf und Anika Bächle im Vorsitzendenteam der GEW Waldshut, ernüchtert fest.

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