Die weiterhin sehr hohen Corona-Fallzahlen stellen das Gesundheitsamt des Landkreises Lörrach bei der Kontaktnachverfolgung zunehmend vor große Herausforderungen. Im landesweiten Vergleich der 7-Tages-Inzidenz liegt der Landkreis Lörrach mit einem Wert um 190 im oberen Bereich. Derzeit (Stand 11.11. vormittags) gibt es 469 aktive Fälle und zusätzlich über 1.000 Kontaktpersonen in Quarantäne, die vom Gesundheitsamt betreut werden.

Um weiterhin die Kontaktnachverfolgung aufrechterhalten zu können, werden nun weitere Mitarbeitende aus fast allen Bereichen des Landratsamts zur Unterstützung des Gesundheitsamts herangezogen. Lediglich die Kfz-Zulassung, die Sozialen Dienste des Fachbereichs Jugend & Familie sowie der Straßenbetriebsdienst wurden von den Maßnahmen weitestgehend ausgenommen, um hier eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit weiterhin zu gewährleiten. In allen anderen Bereichen wird jedoch bei Anliegen noch stärker nach Dringlichkeit priorisiert werden und eine zeitnahe Bearbeitung der meisten Anliegen voraussichtlich nicht mehr möglich sein.

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Insgesamt werden nun nahezu 300 Mitarbeitende des Landratsamts komplett oder in Teilzeit für die Arbeit im Gesundheitsamt abgezogen, davon alleine 210 Mitarbeitende direkt für den Bereich des Kontaktmanagements. Knapp 50 Personen werden für das Bürgertelefon und in der Beantwortung von Mailanfragen zu Corona eingesetzt. Weitere Mitarbeitende arbeiten im Hintergrund in administrativen Bereichen oder sind für Organisation und Infrastruktur zuständig. Die Mitarbeitenden werden fortlaufend geschult, um zeitnah ihre Tätigkeit aufnehmen zu können.
Bereits im Einsatz sind auch zehn Bundeswehrsoldaten, die das Gesundheitsamt bei der Fallbearbeitung und der Kontaktpersonennachverfolgung unterstützen.

Landrätin Marion Dammann: „Es ist nun fast ein Viertel der Mitarbeitenden des Landratsamts in Voll- oder Teilzeit mit der Eindämmung des Corona-Virus beschäftigt. Es ist eine außergewöhnliche Situation, die ebenso außergewöhnliche Maßnahmen erfordert. Ich bitte Sie daher um Verständnis und auch Geduld, wenn es unter diesen Bedingungen zu längeren Wartezeiten für Ihre Anliegen kommt. Auch wir möchten so schnell wie möglich wieder in den Normalmodus für das Landratsamt zurückfinden, und ich habe die Hoffnung, dass dies durch die bisher ergriffenen Beschränkungen und Maßnahmen in den nächsten Wochen gelingen kann. Aber dies wird nur klappen, wenn wir alle in unseren Bemühungen, das Virus einzudämmen, nicht nachlassen.“

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