Fünf Kandidaten stellten sich bei der Nominierungsversammlung der Grünen im Wahlkreis 59 für die Landtagswahlen 2021 zur Wahl, zwei Frauen und drei Männer: Niklas Nüssle (26) aus Wutöschingen, Alexandra Höfler (25) aus Rüßwihl, Tanja Steinebrunner (53) aus Fröhnd, Blert Dermaku (24) aus Bad Säckingen und Volker Schreiber (40).

Am Ende setzte sich Niklas Nüssle (26) aus Wutöschingen durch, der 37 Stimmen auf sich vereinen konnte. Als Ersatzkandidatin wurde Alexandra Höfler (25) aus Rüßwihl gewählt, die auf 47 Stimmen kam. Die Versammlung, die mit 64 stimmberechtigten Teilnehmern in der Stadthalle Tiengen über die Bühne ging, wurde von der Kreisvorsitzenden Petra Thyen geleitet.

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„Ich freue mich, dass trotz Corona so viele Mitglieder gekommen sind“, sagte sie. Sie freue sich auch, einen „bunten Strauß“ an Kandidaten präsentieren zu können. Vor der Wahl stellten sich die Kandidaten den zahlreichen Fragen der Mitglieder. Den Anfang machte Ruth Cremer-Ricken, Vorsitzende der Kreistagsfraktion.

Zuvor stellte sie fest: „Die Corona-Krise hat uns sehr gefordert, vor allem die Familien.“ Sie befürchte, „dass wir noch schwierige Zeiten vor uns haben und die Gefahr groß ist, dass wir schnell in den alten Trott zurückfallen“. Dann hatten die Kandidaten Gelegenheit, zu dieser Aussage Stellung zu nehmen, und sich selbst, ihre politischen Ziele und ihre Herzensanliegen vorzustellen.

Musterregion für nachhaltige Mobilität

Landtagskandidat Niklas Nüssle (26) aus Wutöschingen sagte: „Wir leben in einer einzigartigen Region, mit enger Bindung zur Schweiz und nach Frankreich, in einer Region mit großem Potenzial.“ Der Hochrhein könnte Musterregion für nachhaltige Mobilität, erneuerbare Energien und eine effiziente, grenzüberschreitende Zusammenarbeit werden, so der 26-jährige Kreisrat. Im Landtag wolle er sich dafür einsetzen, diese Chancen in den Blickpunkt zu rücken.

Diese fünf Bewerber standen zur Wahl

„Als Chemieingenieur liegen mir besonders die Themen Energie, Umweltschutz und Mobilität am Herzen.“ Viel zu oft werde Mobilität nur aus dem Auto heraus praktiziert. Öffentlicher Nahverkehr, das Fahrrad oder die eigenen Füße spielten leider nur eine nachrangige Rolle. „Ich will mich im Landtag dafür einsetzen, dass unsere Region endlich einen attraktiven Nahverkehr erhält, dass Fahrradwege für Pendler endlich eine Alternative sein können“, so Nüssle abschließend.

Kandidatenvorstellung bei der Nominierungsversammlung der Grünen, von links die Kandidaten Blert Dermaku (am Pult), dann Volker Schreiber, Tanja Steinebrunner, Niklas Nüssle und Alexandra Höfler.
Kandidatenvorstellung bei der Nominierungsversammlung der Grünen, von links die Kandidaten Blert Dermaku (am Pult), dann Volker Schreiber, Tanja Steinebrunner, Niklas Nüssle und Alexandra Höfler. | Bild: Manfred Dinort

Ersatzkandidatin Alexandra Höfler (25) aus Rüßwihl bekannte: „Ich bin ein Südgewächs, eine überzeugte Grüne, Feministin, Europäerin und Enkeltochter eines serbischen Gastarbeiters.“ Sie schätze die Natur und das gemeinschaftliche Leben auf dem Lande. „Gemeinsam mit Euch möchte ich dafür sorgen, dass unsere Region auch weiterhin so lebenswert bleibt“, sagte Höfler Sie kündigte an, sich für die Stärkung der Frauen einzusetzen. „Im Landtag sind aktuell nur 25 Prozent der Abgeordneten Frauen. In den Gemeinden sind vor allem die Männer am Ruder. Das möchte ich ändern“, machte die 25-Jährige deutlich.

Das sind die Bewerber der anderen Parteien

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