Bürgermeister Stefan Dorfmeister ist am 1. November in das 16. Jahr seiner Amtszeit gestartet. In der Gemeinderatsitzung am Montag verkündete er, dass er keine dritte Amtszeit anstrebe und deshalb im nächsten Jahr nicht mehr als Bürgermeister kandidieren werde und seine Amtszeit am 31. Oktober endet. In einer kurzen Begründung sagte der Rathauschef, dass es für seine Entscheidungen mehrere Gründe gäbe, ohne aber näher auf diese einzugehen. Da er noch nicht im Rentenalter sei, wolle er im nächsten Jahr eine andere Tätigkeit in der Privatwirtschaft suchen.

Höchenschwand soll weiter im Kreistag vertreten bleiben

Es sei ihm wichtig gewesen, den Gemeinderat frühzeitig über seine Pläne zu informieren, damit für das Gremium genügend Zeit bleibe, die Nachfolge zu regeln. „Ich danke allen für die gute Zusammenarbeit. Ich bin mir sicher, dass wir auch das nächste Jahr gemeinsam gut hinbekommen werden“, sagte abschließend der Bürgermeister. Außerdem informierte er, dass er im Mai 2019 nicht mehr für den Kreistag kandidieren werde. Er sehe es aber als wichtig an, dass Höchenschwand weiterhin im Kreistag vertreten sei, sagte das Gemeindeoberhaupt.

Das könnte Sie auch interessieren

Im Weiteren stimmte der Gemeinderat den von Kämmerer Michael Herr erläuterten Jahresabschlüssen 2017 für den Kurbetrieb und die Wasserversorgung einstimmig zu. Beim Kurbetrieb wurden im Wirtschaftsjahr 2017 Investitionen von rund 233 000 Euro getätigt. Der größte Teil (rund 188 000 Euro) wurden im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) für die Umsetzung des Wolfssteigs/Wolfspfads und der Einrichtung der E-Bike Boxen entlang der B 500 investiert. Hier gab es Zuschüsse des Landkreises in Höhe von 22 000 Euro. Die Umsatzerlöse beim Kurbetrieb betragen insgesamt 807 032,63 Euro (2016: 770 809,13 Euro). Darin enthalten sind die Einnahmen aus der Kurtaxe mit insgesamt 310 148,36 Euro (2016: 309.491,04 Euro). Aus Vorjahren musste ins Wirtschaftsjahr 2017 ein Verlustvortrag in Höhe von 644 804,41 Euro übernommen werden. Der Jahresverlust 2017 beträgt beim Kurbetrieb 197 622,49 Euro. Ein guter Abschluss, bilanzierte Stefan Dorfmeister.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Haushalt für die Wasserversorgung schließt mit einem Überschuss von 99 591 Euro ab. Die Wasserabgabe betrug im Jahre 2017 198 207 Kubikmeter (2016: 185 240 Kubikmeter). Die Gebührenerhöhung zum 1. Januar 2016 habe es ermöglicht, dass der Eigenbetrieb Wasserversorgung einen deutlichen Gewinn erwirtschaften konnte, sagte der Bürgermeister. Der Verlustvortrag zum 31. Dezember 2017 beläuft sich auf 61 624 Euro. Der Gemeinderat stimmte auch der Nachtragshaushaltssatzung mit Nachtragshaushaltsplan für das Jahr 2018 zu. Auch hierzu erläuterte Michael Herr die Zahlen. Der Ergebnishaushalt (früher Verwaltungshaushalt) schließt mit einen Plus von 284 700 Euro ab. Gründe sah der Kämmerer in den deutlichen Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer. Der Finanzhaushalt (früher Vermögenshaushalt) schloss mit einem höheren Finanzierungsmittelbedarf von 711 300 Euro ab.

Gründe sah Michael Herr im Kauf des Hotel „Adenia“ und weiteren Grundstückkäufen der Gemeinde. Durch den erwirtschafteten Überschuss im Ergebnishaushalt vermindere sich der Finanzierungsmittelbedarf aber auf 426 000 Euro rechnete der Kämmerer den Gemeinderäten vor.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €