Seit Jahren schon muss sich der Erzinger Chor Just for Fun keine Sorgen machen, um zu seinen Konzerten die Halle zu füllen – und das schon gar nicht zum Jubiläumskonzert, bei dem 25 Jahre Just for Fun gefeiert wurden. Die Besucher in der voll besetzten Gemeindehalle kamen mit großen Erwartungen und sie wurden in keiner Weise enttäuscht. Rock und Pop, in Englisch und auf Deutsch, abseits der gängigen Literatur der hiesigen Gesangvereine, ist seit eh und je das Markenzeichen von Just for Fun, darin ist sich der rund 50 Mitglieder zählende Chor treu geblieben.

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Unter der Leitung der umtriebigen Dirigentin Claudia Stockmann-Süß wurde das Konzert passenderweise mit dem Hit „Stand In The Light“ von Jordan Smith eröffnet, der dazu auffordert, sich nicht verbiegen zu lassen, sondern mutig durch das Leben zu gehen. Um danach mit bekanntem deutschen Rock und Pop, erfreulicherweise ohne Notenblätter vor den Gesichtern, auswendig gesungen, aufzuwarten.

Deutsche Hits

Die Söhne Mannheims mit „Und wenn ein Lied“, a cappella gesungen, die Sportfreunde Stiller mit „Ein Kompliment“ bis hin zu Max Giesingers „80 Millionen“ oder Unheilig mit „Geboren, um zu Leben“ – alle waren sie vertreten – und keinesfalls durfte der berühmte Herbert Grönemeyer mit „Musik, nur wenn sie laut ist“ fehlen. „Das sind allesamt Lieblingslieder der Chormitglieder“, sagte die Vorsitzende Claudia Hilpert in ihrer Begrüßungsrede, in der sie an die Ursprünge des Chors erinnerte, anlässlich von Geburtstagsständchen oder Hochzeiten mit Gesang zu unterhalten. Das Publikum belohnte den ersten Part mit rauschenden Applaus, nicht nur aufgrund der Beliebtheit der deutschen Rock- und Popsongs, sondern auch weil die Begeisterung der Sänger an ihrem Auftritt überaus authentisch herüberkam.

Funky Fun Farbenklang, der Sängernachwuchs, feierte erfrischend unbekümmert und unbeschwert seine Premiere beim großen Konzert.
Funky Fun Farbenklang, der Sängernachwuchs, feierte erfrischend unbekümmert und unbeschwert seine Premiere beim großen Konzert. | Bild: Eva Baumgartner

Vor der Pause hatte der Nachwuchs erstmals beim Jahreskonzert seinen großen Auftritt. Erfrischend ungezwungen eroberte Funky Fun Farbenklang unter der Leitung von Claudia Tröndle auf Anhieb die Herzen der Besucher mit Liedern wie „Leben wie ein Feuerwerk“, „Wie schön du bist“, „We Are The World“ und anderen.

Hansi in der Bücherei gab mit Humor und Witz, einpackt in hervorragenden A-cappella-Gesang, ein eindrückliches Gastspiel.
Hansi in der Bücherei gab mit Humor und Witz, einpackt in hervorragenden A-cappella-Gesang, ein eindrückliches Gastspiel. | Bild: Eva Baumgartner

Nachdem das opulente Büfett in der Pause verzehrt war, spulte die bekannte Wutöschinger Truppe Hansi in der Bücherei, deren Anfänge auch als Hochzeitschor zu sehen sind, ihr witziges Programm ab: Volkstümliches, Rap bis hin zu Reggae, mit viel Klamauk aufbereitet, erstklassig gesungen, von zahlreichen Lachern begleitet, sorgten für beste Unterhaltung. Mit „sexy, sexy“ hatte die Bassstimme ihren langersehnten Solo-Auftritt. Sie gab den italienischen Pappagallo, den man gesehen und erlebt haben muss.

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Nach dieser Aufregung führte der Gastgeber mit dem gefühlvollen und mitreißenden Hit „Africa“ von Toto in mystische afrikanische Weiten. Der Klassiker im Repertoire von Just for Fun sind nach wie vor „I Will Follow Him“ aus „Sister Act“ sowie „Tribute To Queen“. Mit der Zugabe „Über sieben Brücken“, vom textsicheren Publikum mitgesungen, fand ein erinnerungswürdiges Konzert ein beeindruckendes Finale. Durch den Abend führte souverän Andrea Weißenberger. Für die Begleitung sorgten Markus Florian, Elias Barabas, Christoph Zimmermann, Stefan König und Alex Marder.