180 Impfungen mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson konnten am Samstag bei der von der Stad Bad Säckingen organisierten Impfaktion im Kampf gegen die Corona-Pandemie im Kursaal verabreicht werden. Da jedoch insgesamt 500 Impfdosen bereitgestanden haben, sei diese Anzahl etwas enttäuschend, wie Markus Haag vom Rechts- und Ordnungsamt zugab.

Dabei ließen er und seine 25 Helfer aus dem Rathaus, vom Ordnungsamt und dem Roten Kreuz nichts unversucht, die Impfdosen unter die Leute zu bringen. So wurden sogar vorbeigehende Passanten auf die Impfaktion angesprochen und zu einer Impfung akquiriert. Die Aktion richtete sich nämlich nicht ausschließlich an Bürger der Stadt Bad Säckingen, sondern an jede impfwillige Person, die im Zeitfenster von 9 bis 15 Uhr zum Kursaal kommen konnte. „Es sind sogar Menschen vorbeigekommen, die sich auf der Durchreise befanden und am Bahnhof eines der Werbeplakate der Impfaktion gesehen hatten“, berichtete Haag. Die Altersspanne der Impfwilligen sei dabei sehr breit gewesen und betrug zwischen 18 bis über 80 Jahre. Besonders am Vormittag habe es einen großen Andrang gegeben und die Leute seien auf dem Rudolf-Eberle-Platz Schlange gestanden.

Dr. Heinz Jordan verteilt eine Impfdosis des US-Herstellers Johnson & Johnson bei der Impfaktion im Bad Säckinger Kursaal. Bild: Michelle Güntert
Dr. Heinz Jordan verteilt eine Impfdosis des US-Herstellers Johnson & Johnson bei der Impfaktion im Bad Säckinger Kursaal. Bild: Michelle Güntert | Bild: Michelle Güntert

Gegen Mittag wurde das Angebot dann nur noch vereinzelt genutzt. Ein Team aus vier Ärzten stand bereit, um den Impfstoff, der nur einmal geimpft werden muss und nach zwei Wochen bereits seine Wirkung entfaltet, zu verteilen. Positiv zu vermelden sei, dass es dieses Mal, anders als bei der vorangegangenen Impfaktion in Wallbach mit dem gleichen Impfstoff, keine medizinischen Zwischenfälle gegeben hatte. Dennoch sei aufgrund der relativ geringen Nutzung des Angebotes, die nicht einmal die Hälfte der zur Verfügung gestandenen Impfdosen betrug, keine weitere Impfaktion geplant. „Wir haben es hier mit einem sehr großen Aufwand zu tun“, erläuterte Markus Haag. An der fehlenden Werbung habe es jedenfalls nicht gelegen; so sei sogar im Radio auf die Impfaktion im Kursaal aufmerksam gemacht worden. Die ungenutzten Impfdosen werden nun an das Kreisimpfzentrum zurückgegeben und finden anderweitig Verwendung, wie Haag versicherte. „Wir sind dennoch zufrieden, dass zumindest 180 Impfungen durchgeführt werden konnten, denn jede Impfung zählt“, fasste Ordnungsamtsleiter Markus Haag die Aktion zusammen.

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