Unter den besonderen Umständen im Jahr 2021 ist Fasnacht stark gebremst. Im Schatten der Corona-Pandemie ist es unumgänglich, große Menschenansammlungen zu vermeiden. Damit das Narri und Narro trotz der Beschränkungen nicht zu kurz kommt, sind kreative Lösungen gefragt. Genau die haben wir für den SÜDKURIER-Videowettbewerb gesucht. Wichtig für Sie als Leserin und Leser: Sie können für Ihr Lieblingsvideo abstimmen.

Aber von vorne: Unser SÜDKURIER Medienhaus hat Narrenvereine, Fasnachtsgruppen und Guggenmusiken dazu aufgerufen, ihre Fasnachtsvideos zu drehen, hochzuladen und auf diese Weise die gute Laune ins Netz und zu den Narren nach Hause zu bringen. Auch aus der Region um Bad Säckingen haben uns tolle Beiträge erreicht. Diese Vereine und Gruppen haben die Chance auf den Hauptgewinn bei unserer Fasnachtsabstimmung: Die ersten drei Platzierungen erhalten insgesamt 2000 Euro für den Vereinsnachwuchs. Insgesamt sind mehr als 100 Zünfte dem Aufruf des SÜDKURIER gefolgt und haben kreative und bunte Videos zur Fasnacht produziert. Wer am Ende der Sieger ist, entscheiden Sie: Wählen Sie Ihren Lieblingsbeitrag aus und geben Sie ihm Ihre Stimme bis zum 12. Februar 2021. Hier geht es zur Abstimmung. Und das sind die Beiträge aus der Region:

Von Corona kalt erwischt fühlt sich das Fröscheloch-Echo.
Von Corona kalt erwischt fühlt sich das Fröscheloch-Echo. | Bild: Fröscheloch-Echo Niederhof

Guggenmusik Fröscheloch-Echo

Das Fröscheloch-Echo ist eine Guggenmusik aus Niederhof bei Murg. Gegründet im Jahr 1988 in Niederhof, hat die Gruppe aktuell 68 aktive und etwa 300 passive Mitglieder. Mit ihrem Video wollen die Guggenmusiker deutlich machen, wie sehr sie der Verlust der Fasnacht in diesem Jahr „kalt erwischt“. Ihnen allen fehle das Beisammensein, die kameradschaftlichen Anlässe, das Musikmachen, und ihren Verein und ihren Heimatort Niederhof in der Gegend zu repräsentieren, sagt Sascha Ehrler, Vorstand des Fröscheloch-Echos. Falls das Fröscheloch-Echo zu den Gewinnern zählen sollte, wollen die Musiker in die Sanierung ihres Vereinsheims und neue Instrumente investieren. Den Narren der Region wollen die Guggenmusiker Mut machen: „Es kommen wieder bessere Zeiten, bald werden wir wieder unser Hobby und unsere Leidenschaft ausleben können,“ heißt es vom Verein.

Hier finden Sie das Video des Fröscheloch-Echo Niederhof.

Steigt der Deufel aus dem Rhy?
Steigt der Deufel aus dem Rhy? | Bild: Rhy Deufel Öflingen

Rhy-Deufel Öflingen

Die Rhy-Deufel wurden 2004 gegründet und haben derzeit etwa 25 Mitglieder. Der kleine, aber freudschaftliche Verein ist Mitglied in der Narrenzunft Öflingen e.V. und mitverantwortlich für das traditionelle Narrenbaumstellen, den Besuch der Kindergärten und Schulen am Ersten Faißen und Kinderumzug und Kinderball in Öflingen. Dass all diese Termine, wie auch alle Nachtumzüge, Cliquenbälle und Narrentreffen, in diesem Jahr ausfallen, bedauern die Rhy-Deufel zutiefst, wie Schriftführerin Julia Berlinghof darlegt. Im Falle eines Gewinnerplatzes wollen die Rhy-Deufel den Kindern im Kindergarten und der Schule in Öflingen eine Freude machen, und sich für das Hästrägertreffen 2021 und für das große 57. VHN Narrentreffen 2024 in Öflingen vorbereiten.

Das Video der Rhy-Deufel Öflingen finden Sie hier.

„Dieses Jahr isch nix mit Fasnacht“
„Dieses Jahr isch nix mit Fasnacht“ | Bild: Hotzenguggi Herrischried

Hotzenguggi Herrischried

Die Ursprungsvereine der Hotzenguggi sind die Trachtenkapellen Herrischried und Hogschür. Im Sommer 1990 trafen sich rund 20 Musiker der Vereine im Herrischrieder Hof und gründeten die Herrischränzer Hotzenguggi. Ein Jahr später änderte man den Nammen zum bekannten Hotzenguggi Herrischried, als Überbegriff für die Narren aus Herrischried, Hogschür und Hartschwand. Falls die SÜDKURIER-Leser den Beitrag ihren Beitrag als bestes Video prämieren, wollen die Hotzenguggi den Gewinn für den Kauf von neuen Instrumenten verwenden.

Hier geht´s zum Video der Hotzenguggi Herrischried.

Die Lus Chaibe schwingen das Tanzbein.
Die Lus Chaibe schwingen das Tanzbein. | Bild: SK

Guggemusik Lus-Chaibe

Die Lus-Chaibe (Laus-Buben) sind eine Guggenmusikgruppe und Mitglied der Narrenzunft Wehr. Gegründet im Jahr 1969, waren die Lus-Chaibe lange Zeit eine der wenigen Gruppen, die Maskentragen und Musikmachen miteinander verbunden haben. Davon, dass sie eine verhältnismäßig kleine Guggenmusik mit 12 Mitgliedern sind, lassen sich die Lus-Chaibe nicht beirren und sind bei ihren Auftritten mit viel Stimmung und Herzblut nicht zu überhöhren, erzählt Jessica Edel, Vorstand und Musikchef der Lus-Chaibe Zunft. An der Fasnacht dieses Jahr fehle ihnen einfach alles: Die Stimmung, die Musik, und insbesondere die Treffen mit all den Narren und Fasnachts-Freunden. An diese richten die Lus-Chaibe die Botschaft, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, das Brauchtum der Fasnacht habe schon ganz andere Herausforderungen überstanden. Falls sie zu den Gewinnern zählen sollten, würden die Lus Chaibe mit dem Gewinn ihrem Narrensamen gerne einen tollen Ausflug spendieren.

Hier finden Sie das Video der Guggemusik Lus-Chaibe.

Zehn Zünfte bilden die Narrenzunft Wehr 1874. (Archivbild)
Zehn Zünfte bilden die Narrenzunft Wehr 1874. (Archivbild) | Bild: Narrenzunft Wehr

Narrenzunft Wehr

Auch die Narrenzunft Wehr ist mit einem Wettbewerbsbeitrag vertreten. Gegründet bereits im Jahre 1874, umfasst die Narrenzunft Wehr ganze zehn Zünfte. Die älteste unter diesen ist die Hexenzunft, die ihre Wurzeln bis 1937 zurückverfolgen kann. Ein erklärtes Ziel der Wehrer Narrenzunft ist es, in ihrer Heimat die echte Volksfasnacht und alle damit zusammenhängenden Bräuche zu pflegen, zu erhalten und auszubauen. Dazu will man auch den Nachwuchs gewinnen und fördern, um der Nachwelt das besondere Fasnachtsbrauchtum zu erhalten. Im Falle eines Gewinns will die Narrenzunft Wehr mit dem ganzen Narrensamen ihrer zehn Zünfte Ausflüge veranstalten, sobald es wieder möglich ist, zum Beispiel ins Narrenmuseum in Kenzingen.

Hier geht´s zum Video der Narrenzunft Wehr.