Fortschritte im Campus-Bau, das SÄK-Kennzeichen oder ein frisch renovierter Kursaal und eine sanierte Badmattenhalle. Es gab nicht viel, was uns das Corona-Jahr 2020 Positives beschert hat. Zu sehr beschäftigte uns das Virus in diesem Jahr und doch lohnt sich ein Blick zurück.

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Das Virus und der damit verbundene Lockdown in der ersten Jahreshälfte hatte auch sein Gutes, wenn man überhaupt davon sprechen kann. Denn der mit Corona verbundenen Ausfall der Veranstaltungen im Kursaal haben die Stadtverwaltung mit dem Tourismus- und Kulturamt die Zeit genutzt, die längst fälligen Sanierungsarbeiten im Kursaal vorzuziehen.

Denn diese standen erst im Sommer 2020 auf dem Plan. Gleich zwei Bagger rollten im Kursaal an und entfernten den kaputten Fußboden im Kursaal. Auch die sanitären Anlagen haben ihren Charme der 1980er-Jahre verloren und der Brandschutz sowie die Kursaal-Technik mussten der heutigen Zeit angepasst werden. Rechtzeitig nach Beendigung des ersten Lockdowns, war dann auch der Kursaal wieder auf Vordermann gebracht.

Gleich zwei Bagger rollten durch den Kursaal und entfernten den alten Bodenbelag.
Gleich zwei Bagger rollten durch den Kursaal und entfernten den alten Bodenbelag. | Bild: Tourismus- und Kulturamt

Leider währte das Vergnügen, die neue Akustik im Kursaal zu genießen, nur kurz. Denn das Virus holte ein weiteres Mal aus und machte dem Tourismus- und Kulturamt als Veranstalter den zweiten Strich durch die Rechnung.

Aber auch ein zweites, für die Stadt Bad Säckingen wichtiges Bauwerk, hat seine Sanierungsarbeiten 2020 abgeschlossen. Zwei Jahre hat es gedauert, um die Sporthalle Badmatte wieder in den Ort zu verwandeln, der alle Erfordernisse einer modernen Sporthalle erfüllt.

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Im Rahmen einer kleinen Feier und im Beisein von Landrat Martin Kistler, den Kreis- und Gemeinderäten, den Vertretern der Sportvereine sowie den Bad Säckinger Schulen und der Handwerksfirmen wurde die Badmattenhalle im September, wieder offiziell ihrer Bestimmung übergeben. 3,4 Millionen Euro haben die umfangreichen Arbeiten gekostet. Für den Schul- und Vereinssport ist die Sporthalle Badmatte unverzichtbar.

Im September sind die Bauarbeiten an der Sporthalle Badmatte nach zwei Jahren beendet und die Halle wieder ihrer Bestimmung übergeben worden. Auf dem Bild (von links) Landrat Martin Kistler, Bürgermeister Alexander Guhl und Architekt Martin Lauber.
Im September sind die Bauarbeiten an der Sporthalle Badmatte nach zwei Jahren beendet und die Halle wieder ihrer Bestimmung übergeben worden. Auf dem Bild (von links) Landrat Martin Kistler, Bürgermeister Alexander Guhl und Architekt Martin Lauber. | Bild: Susanne Eschbach

Wunsch nach mehr Identität

Bereits 2019 immer wieder ein Thema, tauchte auch 2020 der Wunsch nach der eigenen Identität in Form des SÄK-Kennzeichen immer wieder in den Schlagzeilen auf. Der CDU-Stadtverband und die CDU-Gemeinderatsfraktion, sprachen sich in einer Pressemitteilung klar für die Wiedereinführung aus. Bis 1973 war es das Kennzeichen des alten Landkreises Säckingen.

Im Oktober dann die erfreuliche Nachricht aus dem Kreistag, der den Weg für das SÄK-Kennzeichen freigemacht hat. Immerhin eine Entscheidung, für die man sich acht Jahre Zeit gelassen hat. Wobei, bis wieder die ersten Autos mit dem nostalgischen Kennzeichen durch die heimischen Straßen rollen, wird noch ein wenig Zeit ins Land gehen. Denn jetzt hat zuerst noch das Bundesverkehrsministerium das Wort. Der Landkreis informiert, sobald sich die Kennzeichen-Ampel auf grün schaltet.

Die Bauarbeiten des Bad Säckinger Gesundheitscampus haben in diesem Jahr ebenfalls an Fahrt gewonnen. Im Juni konnte die Campus GmbH den für die Arbeiten dringend benötigten Millionenkredit aufnehmen und mit dem ersten Bauabschnitt „Ärztezentrum“ beginnen. Inzwischen ist das Erdgeschoss des früheren Krankenhauses völlig entkernt.

Gleichzeitig hat das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) seine Arbeit in dem neben dem Campusgebäude errichteten Containerdorf aufgenommen. An den Wochenenden arbeitet jetzt die Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung in diesen Räumen. Aber auch einige Fachärzte, haben inzwischen ihre Arbeit in dem Provisorium aufgenommen.