Reparieren statt Wegwerfen. Das ist die Devise des Awo-Repaircafés. 2016 gegründet, repariert die Gruppe Elektrogeräte, Fahrräder, Holz- und Metallgegenstände, Spielzeug oder Kleidung. Auch Messer oder Scheren werden geschliffen. Allerdings stößt die Gruppe bei ihrer Arbeit oft an ihre Grenzen. „Vielfach können Gegenstände nicht mehr repariert werden, weil die entsprechenden Ersatzteile einfach nicht mehr produziert werden“, erklärt Stefan Meier, der Sprecher der Initiative und stellvertretender Vorsitzender der Awo Bad Säckingen, der die Trägerschaft des Repaircafés übernommen hat.

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Dabei kann es sich um Schalter handeln, Gehäuse- oder andere Kleinbauteile. „Da könnte heute ein 3D-Druck Abhilfe schaffen“, sagt Meier weiter. Denn mit dem Drucker können die Ersatzteile innerhalb kürzester Zeit hergestellt und die Gegenstände wieder repariert werden. „Sie haben dadurch einen noch längeren Nutzen, was Ressourcen schont“, erklärt Meier.

Darum geht es beim Nachhaltigkeits wettbewerb

Das Repaircafé wird ausschließlich von ehrenamtlichen Helfern betrieben. Diese erledigen die Reparaturen gratis. Dabei handelt es sich um Fachleute aus den verschiedensten Berufssparten. Regelmäßig wird in der Begegnungsstätte der Awo in Bad Säckingen dieser Reparaturservice angeboten. „Dabei ist uns das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe wichtig“, sagt der Kopf der Initiative. Denn die Besitzer der Gegenstände sollten bei der Reparatur mit dabei sein, um sich ein Know-How anzutrainieren, damit sie später gewisse Handgriffe selbst vornehmen können.

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„So können Gegenstände noch länger im Kreislauf bleiben“, erklärt Stefan Meier. Und das Repaircafé geht noch einen Schritt weiter. „Unsere Leute aus der Initiative werden auch in gewissen Abständen die Schulen besuchen“, erklärt Maier. „Wir können dort den Schülern direkt vor Ort zeigen, wie eine Reparaturkultur entstehen kann“, so Stefan Meier.