Obwohl die Arbeiten am neuen Campus bereits seit Mitte Februar laufen, gab es am Freitag eine symbolische Veranstaltung, um die Arbeiten jetzt offiziell zu beginnen. „Mir ist klar, wir haben einen straffen Zeitplan, aber im ersten Bereich der Arbeiten sind wir bereits im Zeitrahmen geblieben“, begrüßte Bürgermeister Alexander Guhl die Stadt- und Kreisräte, Landrat Martin Kistler, die Aufsichtsräte des Gesundheitscampus, den ausführenden Architekten Jörg Wegfahrt sowie die Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller.

Mit einer großen Veranstaltung haben die Bauarbeiten an dem neuen Gesundheitscampus begonnen (von links): Christian Heinemann, Landrat Martin Kistler, CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller, Bürgermeister Alexander Guhl, SPD-Stadtrat Hidir Gürakar, FW-Stadträtin Karina Weiß, SPD-Stadtrat Stephan Muster und Architekt Jörg Wegfahrt.
Mit einer großen Veranstaltung haben die Bauarbeiten an dem neuen Gesundheitscampus begonnen (von links): Christian Heinemann, Landrat Martin Kistler, CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller, Bürgermeister Alexander Guhl, SPD-Stadtrat Hidir Gürakar, FW-Stadträtin Karina Weiß, SPD-Stadtrat Stephan Muster und Architekt Jörg Wegfahrt. | Bild: Susanne Kanele

„Anfangs war es eine Idee“, so die Landtagsabgeordnete. „Aber aus dieser Vision ist etwas geworden“, lobte sie die Entwicklung der Planungen. Seit der Gründung des Aufsichtsrates und nachdem das Gelände mit dem Gebäude vom Kreis Waldshut an die Stadt Bad Säckingen übergegangen ist, kam Bewegung in den Gesundheitscampus.

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„Dieser Campus ist das Pilotprojekt für die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum“, betont es Hartmann-Müller. „Es ist ein zukunftsweisendes Projekt, weil es ein sektorübergreifendes Werk ist“. Aktuell laufen drei Förderanträge rund von 600 000 Euro.

Die Räume im Ost- und Westflügel sind bereits nutzbar. Hier werden die Reha- und Pflegepatienten untergebracht. Auf dem Bild (von links): Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller, Grünen-Kreisrätin Ruth Cremer-Ricken, Campus-Geschäftsführer Peter Mast und Architekt Jörg Wegfahrt.
Die Räume im Ost- und Westflügel sind bereits nutzbar. Hier werden die Reha- und Pflegepatienten untergebracht. Auf dem Bild (von links): Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller, Grünen-Kreisrätin Ruth Cremer-Ricken, Campus-Geschäftsführer Peter Mast und Architekt Jörg Wegfahrt. | Bild: Susanne Kanele

Für Landrat Martin Kistler war es eine gute Woche für den Landkreis. Denn nur einen Tag vor dem offiziellen Beginn der Bauarbeiten ist der Standort für das Zentralklinikum festgelegt worden.

„Das ist ein gutes Zeichen, dass wir im Kreis bei der Gesundheitsversorgung gut unterwegs sind“, sagt er. Und: „Es ist deutlich geworden, dass wir für die ältere Bevölkerung mehr Geld in die Hand nehmen müssen“. Kistler richtete auch einen Dank an den Campus-Geschäftsführer Peter Mast: „Wir brauchen Leute die sich begeistern können und diese zu finden, ist Ihnen gelungen“.

Die Nord- und Südflügel in allen drei Stockwerken des Spitals sind bereits komplett entkernt.
Die Nord- und Südflügel in allen drei Stockwerken des Spitals sind bereits komplett entkernt. | Bild: Susanne Kanele

Bereits seit Ende 2018 laufen die Planungen im Erdgeschoss, die im Sommer des Jahres abgeschlossen sein sollen. „Danach laufen die Ausschreibungen“, informierte der Geschäftsführer. Sieben Projekte und fünf Projektgruppen laufen momentan gleichzeitig, um den Zeitplan einzuhalten.

So sehen die Krankenzimmer des ehemaligen Spitals heute aus. In Zukunft werden aus den Doppelzimmern, Einzelzimmer für Reha-Patienten.
So sehen die Krankenzimmer des ehemaligen Spitals heute aus. In Zukunft werden aus den Doppelzimmern, Einzelzimmer für Reha-Patienten. | Bild: Susanne Kanele

Das Erdgeschoss des Hauses soll bereits Ende 2020 in Betrieb genommen werden. Momentan wird abgewogen, ob auf dem bestehenden Gebäude noch ein weiteres Stockwerk gebaut werden soll. „So würden wir eine Bettenzahl von 140 erreichen“, erklärt Architekt Jörg wegfahrt. Bisher sind es 100 Betten. Statisch wäre es möglich und auch das Dach müsste ohnehin gemacht werden, weil es undicht ist.

Das Jahr 2023 ist angedacht, bis alle Arbeiten im Haus und auf dem Gelände abgeschlossen sind. Die Kosten belaufen sich auf rund 46 Millionen Euro.