Im Albbrucker Gewerbegebiet „Rütte-Allischmatten“ sollen eine Lager- und eine Produktionshalle gebaut werden. Die Speditionsfirma Eckert stellte einen Antrag zum Bau einer Lagerhalle, 30 auf 35 Meter groß und 13 Meter hoch. Auf dem Grundstück steht eine kleinere Lagerhalle (zwölf mal 17 Meter) mit einem angebauten Bürotrakt, zehn mal zehn Meter groß. Wegen der eingeplanten Außentreppe, die auch als Rettungsweg für die zweite Etage dienen soll, sei es erforderlich, so die Antragstellerin, das Baufenster geringfügig zu überschreiten. Daher wurde bei der Gemeindeverwaltung ein Befreiungsantrag gestellt, dem der Technische Ausschuss in seiner jüngsten Sitzung auch zustimmte.

Sorge um Biotop

Gemeinderat Franz Brüstle (FWV und BUND-Vorsitzender) verwies auf das benachbarte Biotop am Mühlebach, in das aus seiner Sicht bereits eingegriffen worden sei. Als Ausgleichsmaßnahme könne er sich eine Dachbegrünung auf der Halle vorstellen. Bürgermeister Stefan Kaiser meinte, dass seines Wissens das Biotop intakt sei, aber er werde den Sachverhalt überprüfen.

Pläne von KPG

Ein zweiter, deutlich größerer Hallenkomplex mit Bürogebäude soll auf der Freifläche westlich des Mühlebachs bei der Tennishalle gebaut werden. Hier will die Firma Kownatzki Premium Gears (KPG) aus Wehr eine Produktionshalle für Maschinen und Zubehör errichten, unter anderem für Zahnräder, Ritzelwellen und Getriebesätze.

Die Fabrikhalle soll 85 mal 55 Meter groß und 12,80 Meter hoch werden. Das Büro- und Verwaltungsgebäude misst 16 mal 38 Meter und ist 11,80 Meter hoch. Zu den Nebenanlagen gehören eine Technikzentrale mit Sprinklertank, eine Überdachung der Container sowie ein Fahrradunterstand.

Der Antrag

Den Bauantrag stellte Ebimo aus Hohentengen, die zum UPM-Konzern gehört und sich mit Kauf und Verkauf von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen befasst. Kaiser verwies darauf, dass die Voraussetzungen im Parallelverfahren mit der vierten Änderung des Bebauungsplanes erst geschaffen werden müssten.

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Der Bebauungsplan war bei der Sitzung noch in der Offenlage. Daneben stellte Kaiser klar, dass es für die Gemeinde ein Glücksfall sei, dass sich UPM entschlossen habe, sich in Albbruck anzusiedeln, auf einem Gelände, das viele Jahre brach lag. „Damit kann endlich die bestehende Lücke im Gewerbegebiet gefüllt werden“, sagte er.

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Bei der Abstimmung gab es eine Enthaltung: Franz Brüstle (FWV) begründete dies damit, dass das Änderungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei.