Im blauen Lernhaus der Alemannenschule wurde der Grundstein für die Gemeinschaftsschule gelegt, es ist ein Vorzeigeobjekt für modernes Lernen. Am Gebäude von 1977 hat der Zahn der Zeit Spuren hinterlassen. Jetzt wird er saniert und erweitert. Die Kosten: Rund 1,6 Millionen Euro. Für sechs Monate muss der Schulbetrieb in Container umziehen.

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Im Gemeinderat stellten Bürgermeister Georg Eble und Architekt Harald Jäger die Pläne vor. Das Gebäude bekommt als Hülle ein Wärmeverbundsystem mit neuem Außenputz, einer Perimeterdämmung im Sockel und Fundament und neuen Attikablechabdeckungen. Erneuert werden sollen auch die sanitären Anlagen, Fenster und Türen sowie die Akustikdecke, teilweise die Bodenbeläge und das Parkett soll abgeschliffen werden. Wasser und Abwasserleitungen sowie die Elektroinstallation werden ebenfalls erneuert.

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Die Elektro-Fußbodenheizung wird durch eine Radiatorenheizung ersetzt, die an der Zentrale im weißen Lernhaus angeschlossen wird. „Die bisherige Heizung ist ein echter Stromfresser, deshalb hatten wir bei der Planung des Neubaus die Möglichkeit bereits berücksichtig“, erklärte Eble. Die Tür zum Lernhaus wird ersetzt und die Garderobenanlage im Erdgeschoss erweitert.

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Beim Hauptzugang soll eine Erweiterung im Erdgeschoß mehr Platz für die Garderoben schaffen. Der Lernpartnerkiosk wird dort untergebracht. Im Obergeschoss soll ein Rückzugs- und Besprechungsraum und eventuell ein Coachingraum für Lernbegleiter geschaffen werden. Da der überdachte Bereich vor dem Lernhaus entfällt, hat Jäger eine 69 Quadratmeter große, auf Wunsch auch unterkellerte, Freilichtbühne neben dem Hauptzugang der benachbarten Alemannenhalle geplant.

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Die Gesamtkosten liegen bei 1 616 200 Euro. Aus dem kommunalen Sanierungsfonds des Landes wurde eine Förderung in Höhe von 710 000 Euro zugesagt. Der Bühnenanbau kostet zusätzlich 191 000 Euro; wird er unterkellert, erhöht sich der Betrag auf 248 000 Euro. „Das ist eine Menge Geld, aber die Bühne ist für Schule und Vereine eine echte Aufwertung, der einzige überdachte Platz auf dem Schulhof und die 60 Quadratmeter Keller würde die beengten Lagerverhältnisse der Turnhalle entzerren“, erklärte Eble.

Zuschüsse machen baldigen Beginn nötig

Gemeinderat Achim Würth (FW) hatte Bedenken: „Logistisch wäre es sehr viel geschickter, wenn die Sanierung erst nach dem Neubau erfolgen würde, dann wäre es kein Problem, die Schüler unterzubringen.“ Eble machte deutlich, dass ihm das auch viel lieber gewesen wäre. „Eine weitere Schulsanierung übersteigt auch die Kapazitäten der Verwaltung. Aber den Zuschuss des Landes mit 710 000 Euro erhalten wir nur, wenn wir noch in diesem Jahr mit der Sanierung starten.“