Wutöschingen Bei Stobag-Alufinish startet die zweite Phase des Masterplans

Der Gemeinderat gibt grünes Licht für den Bau einer neuen Halle bei Stobag-Alufinish. Anfang des neuen Jahres sollen die Arbeiten beginnen und im Oktober abgeschlossen sein.

„Das Projekt Wutvision der Firma Stobag nimmt weiter Formen an“, erklärte Bürgermeister Georg Eble bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Er stellte den Bauantrag des ortsansässigen Mittelstandsunternehmens vor. Der Gemeinderat erteilte einstimmig sein Einvernehmen zu dieser geplanten Baumaßnahme. „Wir sind in unserer Gesamtplanung mittendrin, mit diesem Hallenneubau nimmt der Standortwechsel vom ursprünglichen Standort in der Bahnhofstraße weiter Formen an, bis zum Jahr 2025 wollen wir komplett umgezogen sein“, bestätigt der Geschäftsführer der Stobag Deutschland GmbH, Wilfried Rapp.

Der Bauantrag für die neue Halle, die im Anschluss an den bereits bestehenden Neubau aus dem Jahr 2014 anschließt, liegt den Behörden vor. Rapp geht davon aus, dass mit Beginn des neuen Jahres gebaut werden kann. Im Masterplan war ursprünglich ein Hochregallager für diesen Bauabschnitt vorgesehen, aufgrund von firmeninternen Arbeitsabläufen und den hochqualifizierten Anforderungen, auch an den Arbeitsmarkt, die ein Hochregallager fordert, entschied sich die Firmenleitung für eine Planänderung und baut jetzt eine Verschieberegalanlage. Statt der ursprünglichen Höhe von 32 Metern wird die neue Halle nur maximal 12,50 Meter hoch und fügt sich dadurch auch besser ins Gesamtbild des Gewerbegebietes ein.

Die Verschieberegalanlage hat eine Kapazität von 4800 Lagerplätzen und entsteht quasi parallel zur Bundesstraße auf dem Firmengelände am derzeitigen Ende des Horheimer Gewerbegebiets. Der Neubau, den das Unternehmen plant, umfasst eine Fläche von knapp 7000 Quadratmetern und beherbergt außerdem einen Lagerbereich für Verpackung und Vorkommissionierung sowie einen überdachten Anlieferungsbereich mit Krananlage. Eine separate Umfahrung zur Anlieferung entzerrt künftig den Lastwagen-Verkehr auf dem Firmenareal. Die Baukosten für dieses Logistikzentrum belaufen sich auf rund 6,3 Millionen Euro. Am 1. Oktober 2018 soll der Neubau in Betrieb genommen werden.

„Wir wachsen kontinuierlich und werden unseren Masterplan auch mit dem Bau des dritten und letzten Steps, der für das Jahr 2024 vorgesehen ist und eine weitere Investition von ungefähr 15 Millionen erfordert, zielorientiert umsetzen“, erläutert Rapp die Unternehmenspläne. Deshalb hat Stobag bereits auf dem angrenzenden Areal des neu zu erschließenden Gewerbegebiets eine weitere Fläche von circa 16 000 Quadratmetern reservieren lassen. In der Branche ist die Stobag-Alufinish mit 200 Mitarbeitern einer der Marktführer im Bereich Pulverbeschichtung und hat sich durch die Investitionen im Rahmen des Masterplans zum Technologieführer in Deutschland entwickelt.

In der Aluminium-Produktveredelung für die Automotiv-Industrie sowie für die Bauindustrie ist ein innovatives Leistungsspektrum gefragt. Stobag-Alufinish beschichtet vom Kleinteil bis hin zu sieben Meter langen Profilen alles, was aus Aluminium hergestellt wurde in allen Farben, je nach Kundenwunsch. In der Region ist die Mittelstandsfirma ein wichtiger Arbeitgeber. Neben gut qualifizierten Fachkräften werden auch ungelernte Hilfskräfte eingesetzt. Auch hinsichtlich der Beschäftigung für Flüchtlinge hat das Unternehmen die Türen geöffnet und Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt. Mit je einer Ausbildungsstelle für den Beruf des Industriekaufmanns sowie des Verfahrensmechanikers für Beschichtungstechnik bietet Stobag-Alufinish der Jugend einen Einstieg in den Beruf.

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