Im Rosendorf Nöggenschwiel steht mit den Rosentagen der Höhepunkt des Jahres für vor der Tür. Von Freitag, 12. Juli, bis Montag, 15. Juli, feiern die Nöggenschwieler ihr 50. Rosenfest. Lockt die Schönheit und die Vielfalt der prachtvollen Rosen in Sommer und Herbst ohnehin schon viele Gäste nach Nöggenschwiel, so ist das Rosendorf im Südschwarzwald während des Rosenfestes ein wahrer Magnet für Besucher aus nah und fern.

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Das war nicht immer so. Bis 1965 war der beschauliche Ort, der heute zur Gesamtgemeinde Weilheim gehört, eher unbedeutend. Die Ursprünge des Rosendorfes gehen zurück auf das Jahr 1965, als sich die Nöggenschwieler, angeführt von ihrem damaligen Bürgermeister Karl Tröndle, am Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ beteiligten. Auf Anhieb wurde Nöggenschwiel Sieger des Wettbewerbes.

Das schönste Dorf noch schöner machen

Damals wurde Josef Raff, Gartenbaudirektor der Insel Mainau, auf das kleine Dorf im Südschwarzwald aufmerksam. Gemeinsam beschlossen Karl Tröndle und Josef Raff, das Wagnis einzugehen (Nöggenschwiel liegt immerhin in 750 Metern Höhe), das schönste Dorf Deutschlands mit Rosen noch schöner zu gestalten. Mit Ehrgeiz und Durchhaltevermögen schafften es die Einwohner des Dorfes, immer wieder motiviert von ihrem „Rosen-Karl“, wie Karl Tröndle auch genannt wurde, Nöggenschwiel zum Rosendorf im Südschwarzwald zu machen.

Das Programm

  • Freitag: Mit den Rosentagen feiern die Nöggenschwieler seither die „Königin der Blumen“. Zum Auftakt der Jubiläumsveranstaltung feiern die Nöggenschwieler am Freitag ab 19 Uhr das „Fest der Tausend Lichter“ am Weiher im Rosendorf. Im Schein von 1000 Kerzen und unter musikalischer Begleitung wird auf das bevorstehende Fest angestoßen.
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  • Samstag: Der Weilheimer Bürgermeister Jan Albicker eröffnet am Samstag auf dem Josef-Raff-Platz um 11 Uhr mit dem Fassanstich offiziell die 50. Nöggenschwieler Rosentage. Das ist auch der Startschuss für das zweitägige Jahrmarkttreiben mit mehr als 50 Anbietern zwischen der Tafelwies und dem Kirchplatz. Die Nöggenschwieler Vereine haben, überall im Dorf verteilt, 20 Bewirtungsbuden und -stände aufgebaut und sorgen für ein abwechslungsreiches Angebot an Speisen, Kuchen und Getränken. Den ganzen Tag über treten im Bereich des Marktes Musikkapellen und -gruppen für Unterhaltung der Besucher des Festes auf. Um 13 Uhr findet in der Scheune von Matthäus Flum die Vernissage mit Bildern der Erzinger Künstlerin Ingrid Veith statt. Für gute Stimmung auf dem Kirchplatz wird ab 19.30 Uhr mit Livemusik gesorgt.
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  • Sonntag: Mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche beginnt der Sonntag. Im Anschluss wird vor dem „Rosen-Duft-Garten“ die neue Rosenkönigin gekrönt und die neue Rosenprinzessin ernannt. Nach dem Frühschoppenkonzert der Trachtenkapelle Amrigschwand-Tiefenhäusern in der Rosendorfhalle setzt sich um 14 Uhr der große Festzug in Bewegung. Angeführt wird der Umzug mit 30 Gruppen traditionell vom Prunkwagen der Rosenkönigin, eskortiert von der Trachtenkapelle Nöggenschwiel und vom Trachtenverein Nöggenschwiel. Anschließend unterhalten die musizierenden Gastvereine in der Rosendorfhalle und an verschiedenen Plätzen im gesamten Rosendorf.
  • Montag: Der Montagnachmittag gehört ab 15 Uhr mit dem „Kakerlaki-Clowntheater“ ganz den Kindern. Ab 17 Uhr ist die Rosendorfhalle Treffpunkt zum traditionellen Handwerkervesper. Mit ihrem großen Wunschkonzert setzt die Trachtenkapelle Nöggenschwiel ab 18 Uhr zum Abschluss des Rosenfestes einen letzten Akzent, ehe das Fest gemütlich ausklingt.