Mehr Betriebstage, neue Linienführung und ein neuer Bus – gut ein Jahr nach Einführung des Bürgerbusses stellt sich die Stadtverwaltung optimistisch hinter ihr kostenfreies Mobilitätsangebot. Mit den Anpassungen wurde auf Wünsche der Fahrer und Fahrgäste reagiert. Flexibel und lernfähig soll es sein, das Mobilitätsangebot der Stadt. „Freudig erregt“ war Bürgermeister Michael Thater darum über die Anschaffung des neuen Niedrigflurbusses und der Anpassungen des Fahrplans.

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Dieser ist mit Anschaffungskosten von 19 000 Euro zwar etwas teurer als die ursprünglich im letzten Jahr angesetzten 15 000 Euro. Dafür erfülle das sechs Jahre alte Fahrzeug alle Wünsche der elf Fahrer und Fahrgäste aus auch des Gemeinderats, erklärt Thater: automatisch öffnende Türen und ein niedriger Einstieg mit ausklappbarer Rampe, dazu ein relativ geringer Kilometerstand und die Schadstoffklasse 5. Für rund 1000 Euro wurde VW T5 neu beklebt und gewartet und wird ab Mai im Einsatz sein, so der Umweltbeauftragte Clemens Thoma. „Das größte Manko des Busses war der Einstieg“, so die Meinung der Fahrer. Deren Rückmeldung war ausschlaggebend für die Neuanschaffung. Nach dem zähen Beginn seien die Fahrgastzahlen in den letzten Monaten mittlerweile „stabil zweistellig“, so Thoma. Mit gut zehn Fahrgästen pro halben Tag im Februar und gut zwölf Fahrgästen pro halben Tag im März habe man eine „konstante Steigerung“ erreicht. „Das Angebot ist auf zwei Jahre angelegt“, erklärte Thater. Anschließend müsse man prüfen, ob der Bus von der Bevölkerung angenommen werde.

  1. .Was ändert sich im Mai? Ab dem 6. Mai fährt der neue Bürgerbus auch montags und damit an insgesamt vier halben Wochentagen. „Das langfristige Ziel ist der Betrieb an zehn halben Tagen“, so Thater. Um das Angebot bekannter zu machen, wurden für 1800 Euro 40 Schilderboxen für Fahrpläne angeschafft. Die neuen Fahrpläne in rot sollen ab nächste Woche aushängen, so Thater. Die alten, gelben Fahrpläne werden zum Mai ungültig. Die Linie zur Breitmatt und nach Öflingen wird erweitert: Der Schmidts Markt wird nun von zwei Linien angefahren auch die katholische Kirche ist nun mit dem Bus erreichbar. Das Ärztehaus in der Bündtenfeldstraße wir zukünftig von den Linien eins und fünf doppelt so häufig angefahren. Dafür entfallen mehrere Haltestellen und werden entsprechend der neuen Linien an anderen Stelle ersetzt.
  2. .Ist der Bürgerbus eine Alternative zum Schulbus? „Der Bürgerbus ist natürlich für alle Wehrer offen, wird aber nie ein Schulbus sein“, erklärt Thater. Hierfür gäbe es bereits ein Schulbusangebot, außerdem gelten für Schulbusse andere Vorschriften, welche man so nicht erfülle. Schüler dürften trotzdem mitfahren, eine Anpassung des Fahrplans hierfür sei aber nicht geplant. In der jüngsten Gemeinderatssitzung hatte der Elternbeirat der Talschule die Prüfung eines möglichen Schulbusses zum Meierhof angefragt. Aktuell besuchen 18 Kinder aus diesem Ortsbereich die Talschule.
  3. .Wie funktioniert der Bürgerbus? Der Bürgerbus selbst wird von der Stadt Wehr unterhalten, die elf Fahrer arbeiten ehrenamtlich. Die Kosten für Personenbeförderungsschein und ärztliche Untersuchung werden ebenfalls von der Stadt übernommen. Dafür steht das Angebot allen Bürgern kosten frei offen. Die Fahrpläne hängen an 40 der 65 Haltestellen aus und sind online auf der Homepage der Stadt. Start und Endpunkt jeder Linie ist die Seniorenresidenz Adler.