Die Firma Celanese erweitert und modernisiert ihren Standort in der Industriestraße. Soziales Engagement der Mitarbeiter soll das Großunternehmen noch stärker mit dem Standort im Wehratal verbinden. „Der Standort hat sich fantastisch entwickelt“, freut sich Betriebsleiter Thomas Drechsle. Recycling liege im Trend, hierauf wolle man sich noch mehr fokussieren. Profitiert habe der Standort auch von der Schließung zweier italienischer Werke, deren Produktion wurde ins Wehratal verlegt.

Seit zweieinhalb Jahren produziert die Firma Celanese bereits Kunststoffe in Wehr. Nun wird kräftig modernisiert: Für rund drei Millionen Euro werden in diesem und nächsten Jahr unter anderem die Hallen neu strukturiert, um Platz für neue Lagerflächen, ein Produktionsbüro und einen Waschraum zu schaffen. Von außen gut ersichtlich wird der Austausch der alten Satteldächer zugunsten von gewölbten Dachkuppeln sowie die neuen Verladerampen. „Wir investieren viel in den Standort, um die Substanz zu sichern und energetisch auf den aktuellen Stand zu bringen“, so Drechsle.

„Wir haben ihr Platz nach innen und außen, das macht den Standort für uns strategisch wichtig.“ Bisher habe die Polyamidproduktion schwerpunktmäßig in Utzenfeld stattgefunden. In Wehr wurden Abfälle aus der Airbagherstellung recycelt. Mit neuen Maschine wird jetzt die Polyamidherstellung auch in Wehr ausgebaut, dafür wurde aktuell eine neue Maschine angeschafft. „Der Standort emanzipiert sich“, so Drechsle. Die in Wehr hergestellten Rohstoffe werden für die verschiedensten Kunststoffteile genutzt, von Messergriffen über Spritzgussteile in Autos bis hin zum Föngehäuse.

Auch für die Mitarbeiter gab es Änderungen: Produktionsleiter Alfred Arnold ist jetzt ausschließlich für den Standort Wehr zuständig, Utzenfeld bekommt einen eigenen Werksleiter. Fünf neue Mitarbeiter kamen in diesem Jahr dazu und zum ersten Mal bildet man an diesem Standort nun auch aus. „Auch für das nächste Jahr sind vier Neueinstellungen geplant“, erklärt Alfred Arnold.

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Dass die Stimmung unter den Mitarbeitern gut ist, kann auch Betriebsmeister Süleyman Kocak bestätigen: „Es wurde in Sozialräume investiert, in eine neue Küche und eine Klimaanlage. Diese Wertschätzung für die Mitarbeiter kommt gut an.“ Ebenfalls Fahrt aufgenommen hat das geplante soziale Engagement im Ort. Süleyman Kocak ist Mitglied der Standortkomitees und kann von ersten Aktivitäten berichten: „Wir haben die Senioren aus der Bürgerstiftung zu einem Rundgang mit Kaffee und Kuchen eingeladen.“

Angedacht sei auch ein Projekt für Obdachlose zu realisieren. Das soziale Engagement sei ein unternehmensweites Anliegen und für alle Beteiligten ein sehr positives Erlebnis, so Drechsle. Dafür bekommt jeder Mitarbeiter zwei zusätzliche freie Tage im Jahr zur Verfügung, die nach eigener Entscheidung für soziale Projekte genutzt werden können. Für neue Projekte sei man immer offen: „Wir freuen und, wenn jemand auf uns zukommt“, so auch Arnold.